Winterblumenkohl!

Brokkoli – oder auch Winterblumenkohl genannt – ist unsere persönliche Super-Vitaminquelle! Nachdem meine Kinder viele Gemüsesorten weder mögen, noch manchmal probieren wollen, bin ich sehr glücklich darüber, dass sie Brokkoli lieben.

Immerhin ist Brokkoli besonders reich an Mineralstoffen (u.a. Eisen) und Vitaminen (besonders Vitamin C und Carotin). Da die wasserlöslichen Vitamine und Mineralstoffe beim Dampfgaren weitgehend erhalten bleiben, landet Brokkoli bei uns auch meist in meinem heißgeliebten Dampfgarer.

Umso mehr habe ich mich gefreut zu sehen, dass er bei mir im Garten noch fleißig Röschen bildet. Brokkoli ist zudem relativ frostresistent und kann bis weit in den Winter hinein wachsen. Einige der Röschen hatten zwar bereits das Blühen begonnen, aber so haben die Bienen auch noch was zu sammeln.

Biene sammelt Nektar an Brokkoliblüten - Gartentipps für biologisches Gärtnern von Selbermachen macht glücklich - DIY Blog

In den Nachrichten wurde ja kürzlich berichtet, dass sich im Vergleich zu vor 30 Jahren die Insektenmenge um schockierende 3/4 reduziert hat. Natürlich auch aufgrund der intensiven konventionellen Landwirtschaft. So zeigte der Neurobiologe Randolf Menzel von der FU Berlin unter anderem, dass Insektenvernichtungsmittel aus der Gruppe der Neonicotinoide (NNI) das Gedächtnis der Bienen beeinträchtigen. Neonicotinoid-Insektizide (NNI) werden häufig als Saatgutbeizmittel eingesetzt. Beim Wachsen verteilt sich das Gift bis in Pollen und Nektar und beeinträchtigt somit das Lernvermögen und die Orientierung der Bienen.

Dennoch gibt es innerhalb der EU weder ein Verbot dieser Neonicotinoide, noch des ebenso umstrittenen Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat. So wurde die Entscheidung über die zukünftige Verwendung von Glyphosat im EU Parlament erneut verschoben – und Deutschland hat sich der Stimme enthalten, weil sich die Bundesministerien für Umwelt und Landwirtschaft nicht einig sind. So etwas macht mich einfach nur traurig. Wie lange wollen wir denn noch warten?

Leckere Monatserdbeere im Spätherbst - Gartentipps für biologisches Gärtnern von Selbermachen macht glücklich - DIY Blog

In meinem mittlerweile sehr eintönigen Gemüsegarten konnte ich jedoch auch „Lichtblicke“ entdecken. So produzieren die Monatserdbeeren und Himbeeren immer noch süße Früchte. Und auch einige Bauerngartenblumen bezaubern mit ihren leuchtenden Farben.

Leuchtende Gartenblüte mit Morgentau - Gartentipps für biologisches Gärtnern von Selbermachen macht glücklich - DIY Blog

Wenn man dem Wetterbericht glauben schenkt, so war heute der vorerst letzte sonnige Herbstag. So konnte ich es mir natürlich nicht nehmen lassen eine kleine Fotorunde im Garten zu drehen. Zu tun ist dort ja im Moment arbeitstechnisch gerade nichts. Zum Glück, denn bei feucht-kaltem stürmischen Novemberwetter macht auch im schönsten Garten die Arbeit keinen Spaß.

Liebe Gartengrüße,
Birgit

Verlinkt bei Samstagsplausch und einfachnachhaltigbesserleben.

8 thoughts on “Winterblumenkohl!”

    1. Hallo liebe Ursula, man weiss – finde ich – schon gar nicht mehr, wofür man sich am meisten schämen soll – so sehr läuft grad alles im Thema Umweltschutz verkehrt…
      Glg,
      Birgit

  1. Brokkoli ist eben nicht nur leckerst, sondern auch schönst. :-) Hier hat heute ein sehr kalter Wind gepustet, es wird nun doch …. Winter. Bhuu! Liebe Grüsse in deinen Garten von Regula

  2. Echt jetzt – ich wäre irgendwie nicht auf die Idee gekommen, das Brokkoli in unseren Breiten im Garten wächst- ist der anspruchsvoll? Die Blüten sehen aus wie die vom Rucola, und der gedeiht ganz ordentlich. Vielleicht mache ich nächstes Jahr mal einen Versuch. Danke für die Inspiration! Ich mag den Brokkoli übrigens am liebsten aus dem Ofen: Etwas kleinfetzeln, bissle Öl und Curmin und Salz drüber, in den Ofen für 20 Minuten – fertig!

    1. Ja, echt :-)! Brokkoli ist nicht anspruchsvoll, wird nur gerne von den „weissen Fliegen“ befallen. Deshalb habe ich dieses Jahr ein Netz darüber gespannt, was super funktioniert hat. Danke für die Rezept-Idee, die probiere ich sehr gerne aus. Glg, Birgit

  3. Ein sehr wertvoller Beitrag, danke für deine Worte! Ich bin schon viele Jahre Aktivistin und bin froh, dass das Thema nun endlich in den Mainstream und in die Köpfe kommt, wenn auch wie immer leider erst, wenn es schon fast zu spät ist. Wir müssen (sehr schnell) anfangen, uns über unsere Ernährung und die Herstellung unserer Nahrung Gedanken zu machen. Die Pflanzengifte und Insektizide müssen herunter von unseren Feldern. Nicht nur, weil es auch auf uns Menschen beim Essen übergeht und uns krank macht, sondern auch, weil es nach und nach alle Insekten tötet. Dazu gibt es aber noch weitere Gründe. Ein Grund ist zum Beispiel auch die Bienenzucht für den Honig. Hier bekommen die Bienen Zuckerersatz als Nahrung, weil wir ihren Honig essen. Auch das schwächt im erheblichen Maße ihr Imunsystem und macht sie so empfindlich für die Milben, die sie nun töten. Braucht der Mensch wirklich Honig??? Oder ist das nicht eher ein Luxus, der uns viel zu teuer zu stehen kommt? Ich bin selbst Veganerin, weil ich mit unserer heutigen Nahrungsmittelindustrie insbesondere bei tierischen Produkten überhaupt nichts zu tun haben möchte. Klar, ich muss Vitamin B 12 als Nahrungsergänzungsmittel zu mir nehmen. Aber ich finde das einen sehr geringen Preis im Gegensatz zu dem Leid und der Zerstörung allen Lebens, die wir im Moment mit unserer Nahrungsmittelindustrie anrichten. Bei mir gibt es nur noch pflanzliche Produkte aus Bio-Landwirtschaft. Basta. ;)

    Ganz liebe Grüße
    Sabrina

    1. Hallo liebe Sabrina! Vielen Dank für dein Kommentar und ich kann dir in vielerlei Hinsicht zustimmen. Grundsätzlich habe ich jedoch nichts gegen das Imkern, wenn es in Maßen betrieben wird. Denn es ist dank der großen „Imkerlobby“, dass sich die Industrie um die Biene und ihre Gesundheit überhaupt im egoistischen Sinne Sorgen macht, welches wiederum den vielen anderen Insekten hilft. Glg, Birgit

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