Wespensommer – was tun & was nicht!

Dieses Jahr ist ein ganz besonderer Wespensommer! Wer sich momentan im freien an den gedeckten Tisch setzt, wird sofort von den ungeliebten Besuchern umschwärmt. Doch wenn man ein paar einfache Dinge beachtet, kann man sich auch an einem sehr wespenreichem Jahr mit diesen nützlichen Insekten arrangieren.

Was sollte man nicht tun?

  • Auf keinen Fall pusten! Wenn wir ausatmen, setzen wir Kohlendioxid frei, was die Wespen als eine Art Alarmsignal empfinden.
  • Keine hektischen und schnellen Bewegungen in der Nähe von Wespen und deren Nestern.
  • Parfums, Haarsprays oder auch Schweißgeruch können Wespen aggressiv werden lassen. Vanillegeruch hingegen wirkt beruhigend auf Wespen.
  • Barfuß über Rasenflächen und Wiesen zu laufen birgt ein erhöhtes Stichrisiko.

Was sollte man tun?

  • Die Tiere vorsichtig mit einer Zeitung oder mit der Hand wegschieben
  • Ruhige, langsame Bewegungen, dann passiert auch nichts
  • Kindern nach dem Essen Finger und den Mund abwischen.
  • Süße und fleischhaltige Nahrungsmittel sollte man möglichst abdecken und das Essen wegräumen, wenn man fertig ist.
  • Getränke aus Dosen meiden, oder mit Strohhalm trinken.
  • Vor allem im Spätsommer beim Essen im Freien offene Flaschen verschließen und Nahrungsmittel abdecken.
  • Dazu kann man Wespen ablenken. Sie lieben überreife Weintrauben, welche man ihnen in fünf bis zehn Meter Entfernung anbieten kann.
  • Vorsichtig sein beim Pflücken von Obst und Blumen.
  • In der Nähe von Mülleimern besonders ruhig und aufmerksam sein.
  • Bei Gartenarbeiten darauf achten, dass Sie sich nicht in der Nähe eines Wespennestes befinden.
  • Den unmittelbaren Nestbereich meiden.

Doch warum sind die Wespen gerade im August so an unserem Essen interessiert? In den Monaten August und September drängen sich in den Nestern bis zu 12.000 Insekten und die Wespenkönigin braucht jetzt besonder viel Zucker, um den Winter zu überleben. Gleichzeitig finden die Tiere in der freien Natur immer weniger Nahrung. Deshalb ziehen süße Nahrung und Säfte gerade in dieser Zeit die Wespenarbeiterinnen von zwei der acht sozialen Wespenarten besonders an: die Deutsche und die Gemeine Wespe.

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Leider haben Wespen jedoch einen unverdient schlechten Ruf. Die Nützlichkeit dieser faszinierenden Insekten wird häufig missverstanden. Denn ohne ihre fleißige Jagd wäre unser schöner Planet schnell von Insekten aller Art bedeckt.

  • Wespen vertilgen wie die allseits geliebten Marienkäfer unzählige Schädlinge und betätigen sich als Aasfresser darüber hinaus als Umweltpolizei.
  • Ein Hornissenvolk trägt bis zu 500 g Beute pro Tag ein.
  • Innerhalb von 6 Stunden trägt ein Volk der Deutschen Wespe (300 bis 400 Arbeiterinnen) rund 2.500 Fliegen sowie 650 Schnaken und Mücken ein.
  • 60 Hornissenarbeiterinnen erbeuten innerhalb einer Stunde 227 Fliegen.

Auch die geschützte Hornisse gehört übrigens zur Familie der Wespen. Man kann Sie durch ihre rötliche Färbung an Kopf und Hinterteil gut erkennen.

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Wespen spielen zudem auch eine nicht unbedeutende Rolle als Bestäuber von Wild- und Nutzpflanzen. Sie besitzen zwar nicht so effektive Sammelvorrichtungen wie Bienen und Hummeln, besuchen jedoch häufig offenständige Blüten. Dabei bleibt an ihrer haarigen Körperoberfläche der Pollen zur Bestäubung haften.

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Liebe Gartengrüße,
Birgit

Verlinkt bei Samstagsplausch und einfachnachhaltigbesserleben.

4 thoughts on “Wespensommer – was tun & was nicht!”

  1. Hallo,
    ich muß gestehen, wir haben wenig Wespen auf unseren Biergartenbesuchen gesehen.

    Das schlimmste und das machen soviele Menschen, sie schlagen nach den Wespen und machen die Insekten dadurch noch angrifflustiger.

    Ich habe auch keine Angst vor Wespen und lasse sie durchaus auch mal über den Arm oder die Hand gehen und dann fliegen sie auch schon wieder davon.

    Aber da kann nicht Jeder, weil er Angst hat, deshalb sind deine Tips sehr gut.

    Liebe Grüße Eva

  2. Hallo!
    Gerade vor einigen Tagen hat mir eine Freundin erzählt, dass sie abends im Garten die Wespen in Gläsern fängt und sie da ertrinken lässt. Ich war entsetzt, dass ich jemanden, der soetwas macht und auch nicht einsichtig war, meine Freundin nenne. Sie fand es mega lustig. Ich könnte würgen.
    Danke für die schöne Zusammenstellung.
    LG
    Yvonne

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