Was Erdbeeren lieben!

In meinem Garten ist über die letzten Jahre ein kleines, privaten Erdbeerland entstanden. Bereits im letzten Jahr konnten wir kiloweise die zuckersüßen Früchte ernten. Dieses Jahr scheint es aber nochmal zu toppen. Die Pflanzen hängen voll von kleinen Früchten und Blüten und brauchen nun nur noch Zeit zum Ausreifen.

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Der Großteil meiner Erdbeeren sind von der ertragreichen Klassiker-Sorte Sensa Sengea mit einer mittleren Reifezeit und sehr gutem Geschmack. Zum Glück waren auch noch nicht so viele Blüten aufgegangen, als der starke Frost Mitte Mai eintrat. Wie man auf dem Bild gut erkennen kann, sind die schwarzen Blütenmitten der Kälte zum Opfer gefallen.

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Da die Senga Sengea jedoch – wie viele Sorten – nur einmal tragend ist, habe ich vor ein paar Jahren dazu auch noch Monatserdbeeren vorgezogen und im Garten eingepflanzt. Auch diese fühlen sich sehr wohl und beschenken uns bis in den Herbst hinein mit ihren kleinen, süßen Früchten.

Um Gesundheit und Ertrag seiner Erdbeerpflänzchen zu steigern, gibt es aber natürlich auch hier so einige gute Gärtnertricks, die ich euch sehr gerne verrate:

Ab in die Erde, aber nicht zu tief!

Erdbeeren haben hohe Ansprüche, was die Pflanztiefe betrifft. Ragt das Herz der Erdbeerpflanze zu hoch raus, so vertrocknet oder erfriert sie leicht. Zu tief gepflanzt, neigt sie wiederum zu Wurzelkrankheiten und blüht schlecht. Kauft man das Pflänzchen im Topf, so setzt man es am besten in einer Ebene mit der Erdoberfläche, so dass der Topfballen noch zu sehen ist.

Sauber halten!

Im März – bevor die Pflanzen wieder austreiben – entfernt man alle abgestorbenen Blätterteile und jätet das Beet sorgfältig. Danach sollte man den gelockerten Boden in Ruhe lassen, da die Wurzeln fein verzweigt in den oberen 20 cm der Erde liegen. Sobald die ersten Früchte reifen, kann man ordentlich Stroh (oder auch Grasschnitt) darunter packen, welches die Früchte sauber und den Boden feucht hält.

Erntezeit!

Während die Früchte reifen, bildet die Mutterpflanze auch immer wieder Ausläufer. Diese kosten den Früchten viel Kraft und sollten immer wieder entfernt werden. So bildet die Pflanze auch mehr Nebenkronen aus.

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Erdbeerpflanzen sind auch dankbar für eine gleichmäßige Wasserversorgung – vor allem in Form eines behutsamen, morgendlichen Wasserstrahls unter den Blättern. So ist sie weniger anfällig für Pilzkrankheiten und lockt die Schnecken weniger zum nächtlichen Mahl an. Während der Fruchtreife sollte man auch auf zusätzliches Düngen verzichten, da mehr Stickstoff nur mehr Krankheiten, anstatt mehr Früchten hervorbringt.

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So erhält man das Aroma!

Schnell essen ist natürlich immer das allerbeste. Methylanthranilat – welches das blumig-fruchtige Aroma hervorruft – ist leider sehr flüchtig und verliert sich sowohl im Kühlschrank als auch beim Erhitzen. Fällt die Ernte reichlich aus, so ist das Einfrieren die besten Alternativen – portioniert und gemischt mit 10% Zucker – um sie später zu verarbeiten.

Erdbeerplagen!

Vorbeugen kann man vor allem mit einem ausreichenden Pflanzabstand, dem unterlegten Stroh und dem behutsamen Gießen. Der Grauschimmel – die häufigste Erdbeerplage – wird durch Feuchtigkeit gefördert und kann bereits junge Früchte infizieren. Da dieser auf den abgestorbenen Blättern überdauern kann, gehören diese in die Biotonne und nicht auf den Kompost. Kräuseln sich die Blätter, blüht die Pflanze nicht und bleibt klein, ist die Erdbeermilbe am Werk und die Pflanze muss schnellstens entsorgt werden. Morgendliches Gießen und vor allem ein Schneckenzaun hilft gegen nächtliche Mitesser – auch wenn man vielleicht trotzdem die eine oder andere teilen muss.

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Nach der Ernte!

Sobald alle Früchte abgeerntet sind, schneidet man alle Blätter ab, ohne dabei das Herz der Erdbeerpflanze zu verletzen. Jetzt sollte man auch wieder den Boden lockern und das Unkraut entfernen. Bis spätestens Anfang August sollten die Pflanzen auch gut mit organischem Dünger (z.B. Beinwelljauche, Beerendünger oder Hornmehl) versorgt werden, damit diese für die kommende Saison viele Blütenknospen anlegen.

Und mit all diesen praktischen Tipps – und meiner allerersten Erdbeere dieser Saison – wünsche ich euch ganz viel Erfolg mit euren eigenen Erdbeerpflänzchen!

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Liebe Gartengrüße,
Birgit

Verlinkt bei Samstagsplausch und einfachnachhaltigbesserleben.

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2 thoughts on “Was Erdbeeren lieben!”

  1. Hallo!

    Ich liebe Erdbeeren! Herzlichen Glückwunsch, dass Du so viel Erfolg damit hattest und ich freue mich für Dich, dass Deine Pflanzen den Frost gut überstanden haben.

    Danke, dass Du Deine Pflegetipps mit uns teilst!

    lg
    Maria

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