Tomatenliebe

Mit Erschrecken musste ich gerade feststellen, dass ich dieses Jahr bisher versäumt habe, ausführlich über meine geliebten Tomaten zu berichten. Da sät man sie bereits im zeitigen Frühjahr aus, hegt und pflegt sie monatelang – und dann wird ihr so wenig Beachtung geschenkt. Das geht ja garnicht!

Denn neben der üblichen Cocktail-, Salat- und Fleischtomate, habe ich heuer sogar schmackhafte Exoten in meinem Erntesortiment. Genauere Sortenbeschreibung der Grüne Tomate, Zitronentomate und Schwarze Tomate habe ich (noch) keine, da ich die kleinen Jungpflänzchen dankend als Geschenk erhielt – aber Bernie, vielleicht kannst du mir dazu ja mal bei Gelegenheit mehr verraten.

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So gesellten sich diese Neulinge zu der ebenfalls neuen Hängetomate „Tumbling Tom“, der länglichen Flaschentomate „San Marzano“ und der Wildtomatenmischung, die ich alle als Samen bei Merlins.Gartenzauber 2016 auf Instagram gewonnen habe. Damals konnte ich es kaum erwarten sie auszusäen und jetzt freue ich mich über jede einzelne reife Frucht. Abgerundet habe ich diese bunte Mischung mit einigen klassischen Fleisch- und Salattomaten (nicht auf dem Foto). So ist unser Tomatenbedarf für den Spätsommer auf jeden Fall gedeckt!

Von den italienischen Flaschentomaten bin ich besonders angetan. Das intensiv-fruchtige Aroma schmeckt himmlisch – vor allem sonnengewärmt direkt vom Strauch. Außerdem haben diese Tomaten ein festes Fruchtfleisch und wenige Kerne, wodurch sie sich für alles eignen – für Salate, Sossen und wohl auch für Ketchup (hab ich noch nicht ausprobiert). Die Pflanze selbst wird nicht besonders groß, was mir im Mittelgang des Gewächshauses entgegenkommt. Außerdem ist sie sehr robust und kräftig.

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Bisher hab ich noch nicht so viel mit Saatgutgewinnung expermentiert. Aber da ich genau diese Tomatensorte unbedingt nächstes Jahr wieder aussäen möchte, blieb mir nichts anderes übrig, als eigenen Samen zu trocknen. Dazu hab ich einfach die Kerne im Sieb gewaschen, vom Fruchtfleisch befreit und auf ein Küchentuch zum Trocknen gelegt. Ein paar Samen haben sich von selbst gelöst, die anderen gebe ich dann einfach samt dem Küchentuch in eine luftiges Tütchen. Oder vielleicht näh ich mir auch noch ein kleines Vorratssäckchen aus Biostoffen…

Die meisten Tomaten sind aufgrund ihrer Abneigung gegenüber Regen überdacht im Tomatenhaus, im Gewächshaus und auf der Terasse untergebracht. Bis auf eine Ausnahme – die widerstandsfähige Wildtomate. Zwar braucht man Fingerspitzengefühl und Geduld, um die Mini-Tomätchen zu ernten, doch halten diese dafür Wind, Wetter und Hitze locker aus. Da Wildtomaten nicht ausgegeizt werden, verzweigt sich die Pflanze – mit der richtigen Stütze – zu einem stattlichen Strauch. Und wenn dann die unzähligen Früchte reifen, sieht es wie ein farbenprächtiges Blumenmeer aus.

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Der Geschmack der Wildtomate ist etwas säuerlicher und die Schale fest und knackig. Daher eignet sie sich perfekt zum Naschen, oder als bunte Salatbeigabe. Vor allem Kinder lieben es, sich diese direkt in ihre Mündchen zu stopfen. Wer also genügend Platz hat – etwa entlang eines Zaunes – findet diese in verschiedensten Sorten als Biosaatgut z.B. bei Dreschflegel. Und die San Marzano Flaschentomate übrigens auch.

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Bei den „Exoten“ hoffe ich, dass ich nächstes Jahr wieder kleine Jungpflänzchen von der lieben Bernie bekomme, denn auf diese mag ich auch nicht mehr verzichten. Nicht nur der Geschmack ist großartig, sondern im Salat macht so ein bunter Mix richtig was her.

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Ich hoffe auch hier habt ein gutes Tomatenjahr 2017! Was sind denn eure Favoriten?

Liebe Gartengrüße,
Birgit

Verlinkt bei Samstagsplausch, Freutag und einfachnachhaltigbesserleben.

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16 thoughts on “Tomatenliebe”

  1. Hallo Birgit!

    Oh ja, Tomaten sind super, ich liebe sie auch sehr! Leider habe ich keinen Garten, aber ich ziehe sie in einem sehr großen Topf auf der (mini) Terasse. Meist bekomme ich die Pflanzen geschenkt, weil viele Leute sicherheitshalber zu viele ansähen. Und ich freue mich darüber.

    Dieses Jahr sind sie riesig geworden, so große Tomaten hatte ich noch nie. Was für eine besondere Sorte es ist, weiß ich nicht.

    Deine bunten Tomaten finde ich großartig, die machen sich sicher gut im Salat!

    lg
    Maria

    1. Liebe Maria, vielen lieben Dank. Tomaten eignen sich auch super für Töpfe, weshalb ich trotz Garten auch immer meine Terasse mit einigen Tomaten „begrüne“. Glg, Birgit

    1. Liebe Birgit…

      Schön, „meine Tomaten“ in Deinen Händen… meine Oma hat immer gesagt, für Blumenableger und Pflanzen soll man sich nicht bedanken, sonst werden sie nix….
      Also nehme ich das Danke für die Pflänzchen nicht zur Kenntnis… ausserdem gab ich ja auch kein schlechtes Tauschgeschäft mit den Wildtomatenpflanzen gemacht… ich mag sie sehr und bin schon am Samen gewinnen…. einen Fehler haben sie allerdings…. sie schaffen den Weg zur Küche nicht ☺

      Mit lieben Grüßen
      berni

      Ps…
      zu den Sorten von mir hab ich leider auch keine Info… das waren auch alles einmal weitergereichte oder übrige Pflänzchen…

      Ich freu mich auf ein weiteres Gartenjahr mit Dir

  2. Mein Vorrat für den Winter ist schon eingekocht und der Schrank im Keller voll. Ich liebe es nur in den Keller zu gehen und schmackhafte Tomatensosse das ganze Jahr zur Hand zu haben.
    Ich kaufe meine Pflanzen bei Pro Spezia Rara und habe nur gute Erfahrung gemacht. Wachsen bei uns doch ca. 50 Tomatenpflanzen.
    Mir geht es wie dir, habe dieses Jahr auch noch gar nicht von den Tomaten geschrieben.
    L G Pia

    1. Wowl Ich bin beeindruckt! Letztes Jahr hab ich mehr eingekocht, aber leider wurde so einiges schlecht. Hab auch keinen Keller, wo ich das alles gut verstauen könnte. Toll, dass du das machst! Glg, Birgit

  3. Guten Morgen,
    ich liebe Tomaten. Allerdings mehr zum essen und genießen, weniger im Garten. Da habe ich nämlich leider überhaupt kein Händchen für die Tomaten, obwohl auch ich edes ahr Pflänzchen geschenkt bekomme. Meist weiß die Schenkende selbst nicht mehr, was was ist und so bleibt es immer eine Überraschung. Ich hatte schon schwarze Tomaten, die sehr lecker waren, mein Faforit ist dallerdings das grüne Zebra.
    In diesem Jahr funktiniert leider tomatenmäßig in meinem Garen gar nichts. Die Pflanzen sind kräftig, aber die Früchte… naja.
    Um so mehr erfreue ich mich an deinen tollen Fotos.
    Liebe Grüße
    die Mira

  4. wow
    ich wusste gar nicht dass es so viele verschiedene Tomaten gibt
    dabraucht man ja sonstt kein Obst
    das gibt einen schönen bunten Teller ;)
    ich habe einen Topf mit kleinen Tomaten
    liebe Grüße
    Rosi

    1. Liebe Rosi, das ist nur ein klitzekleiner Bruchteil von all den hunderten Sorten. Schade dass man im Supermarkt immer die gleichen, uniformen, eintönigen Sorten findet. Dabei gibt es so viel mehr. Aber dazu muss man diese „Exoten“ selbst anbauen. Für den tollen Geschmack lohnt es sich allemal! Glg, Birgit

  5. Ich habe dieses Jahr Tomaten auf meinem Balkonen gepflanzt und die meisten sind eingegangen. Aber ein Strauch hält sich wacker. Ich werde es nächstes Jahr wieder versuchen. Denn die Früchte sind es auf jeden Fall wert. Schmecken sie doch so viel besser.
    Tolle Bilder sind das wieder.
    Liebe Grüße
    Andrea

    1. Liebe Andrea! Ja, in den Töpfen ist es nicht immer ganz einfach, da die Erde schnell austrocknen kann und ich sie auch dort mir Brennnesseljauche versorgen muss. Aber auch hier gibt es kleinwüchsige Formen, die sich super eignen. Ich wünsch dir nächstes Jahr wieder mehr Erfolg. Glg, Birgit

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