Tomaten-Tricks von den Profis!

Darf ich vorstellen: mein höchtpersönlicher Wald, genauer gesagt Tomatenwald. Bei den Streifzügen durch das Dickicht, muss man sich inzwischen Bücken und taucht pollenbestäubt, wie ein Bienchen, daraus wieder hervor.

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Bisher hatte ich mich auch ein bisschen über mich geärgert. Da habe ich ein paar Tage verpennt, und schon haben sich bei einigen Tomaten zwei starke Hauptstämme mit Blüten gebildet. Welchen sollte ich nun davon ausgeizen? Und was ist, wenn das Abbrechen eines so einen dicken Zweiges, dann der Tomatenpflanze schadet?

Daher war es ein gutes Gefühl, in der neuesten Ausgabe von der Biogarten-Zeitschrift  „kraut & rüben“ nachzulesen, wie es die Tomaten-Profis machen:

  1. Standort: Wenn man an seinem Standort nicht gerade mit dem trockenen pannonischen Klima gesegnet ist, dann macht es durchaus Sinn, Tomaten unter Dach zu ziehen. Das hat Marianne Scheu-Helgert (www.lwg.bayern.de) im Schaugarten der Bayrischen Gartenakademie anhand von verschiedenen Versuchsreihen getestet. Im meinem Garten kann ich dies anhand meiner drei Standorte – Freiland, Foliendach und Gewächshaus – nur bestätigen.
  2. Ausgeizen: Im Freien, kann man laut Biobauer Erich Stenkovics (stenkovics.de) auf das Ausgeizen verzichten. Jedes Ausgeizen fügt der Pflanze neue Verletzungen zu, durch die Krankheiten eintreten können. Im Folienhaus sollte man jedoch moderat ausgeizen, da der kräftige Wuchs ansonsten überhand nimmt. So hab ich es auch gemacht – kann aber aus Erfahrung berichten, dass meine Wildtomaten vom letzten Jahr sich ohne das Ausgeizen am gesündesten entwickelt haben.
  3. Pflege: Beim Gießen waren sich fast alle Profis einig – so wenig wie möglich um den guten Geschmack zu sichern. Daher wässere ich meine Tomaten im Gewächshaus auch nur 1 x pro Woche  – meist auch mit etwas verdünnter Brennesseljauche – wogegen es sich meine Freilandtomaten mit ihren bis zu 2 m langen Wurzeln selbst beschaffen müssen. Und laut Melanie Grabner (lilatomate.de) solte man die Tomatenpflanzen im Herbst nicht entspitzen, da vor allem die jungen Blätter im oberen Drittel viel Stickstoff verbrauchen. Stattdessen dünnt sie die Fruntstände aus und lässt nicht mehr als 3-7 Tomate pro Rispe ausreifen.

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Mit diesen Tipps und dem Foto meiner ersten roten Cocktailtomate wünsche ich euch allen ein erfolgreiches und genussvolles Tomatenjahr!

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3 thoughts on “Tomaten-Tricks von den Profis!”

  1. Liebe Birgit,
    und wieder einmal bedanke ich mich bei dir für die wirklich interessanten und hilfreichen Tipps. Meine Tomatenpflanzen wuchern auch … aber im Freien … das erste Mal habe ich es ohne Folienhaus probiert, weil ich das Ausgeizen immer vergaß und dann das ganze Folienhäuschen ausgefüllt war mit einer Tomatenpflanze. Da war kein Rankommen mehr. Nun dachte ich – bin ich schlauer und lass das Häuschen weg und komme so von allen Seiten gut ran. Jaaaa… aber ich habs halt wieder verpasst, im rechten Moment mit dem Ausgeizen zu beginnen. Deine Tipps verraten mir aber nun, dass ich einfach zuwarten kann. Die Pflanzen tragen schon reichlich – noch grüne – Früchte und ich bin schon sehr gespannt auf den Geschmack.
    Liebste Grüße und viel Freude beim Ernten!
    Jana

    1. Ja, Tomaten können problemlos kopfüber wachsen, ausprobiert habe ich es jedoch selbst noch nicht. Für Bäume habe ich leider keine Tipps. Glg, Birgit

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