So schön ist der Erstfrühling!

Die Natur zeigt uns den Beginn dieser schönen „Jahreszeit“ durch die Schlüsselblume, mit welcher die Göttin Freya einst das Himmeltor aufschloss, um den Frühling eintreten zu lassen. Auch die farbenprächtige Forsythie blüht nun, ebenso wie die Kirsch-, Pflaumen- und Birnbäume. 

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Montag: Bei dem herrlichen Wochenbeginn musste ich einfach einen kleine Foto-Tour durch unseren Garten machen, um die wunderschöne Kirschblüte und die ersten Knospen unserer Weidenbirne festzuhalten.

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Die Weidenbirne haben wir erst letztes Jahr gepflanzt und sind durch Zufall auf diese „falsche Olive“gestoßen. Uns haben Olivenbäume immer schon gut gefallen, nur überstehen die unsere Winter im Freien nicht gut. Die Weidenbirne ist jedoch an unser Klima angepasst und sieht mit ihren schmalen silbrigen Blättern der Olive zum Verwechseln ähnlich.

Im Freiland kann man nun ohne Sorge robustes Wurzelgemüse säen. Montag war noch Wurzeltag und damit eine gute Zeit Karotten zu säen. Ich hab mich für die Möhre Duwicker entschieden: eine Frühkarotten mit kurzer, kreiselförmiger, helloranger Wurzel. Diese hat schon im letzten Gartenjahr sehr gut bei mir funktioniert und kann nun bis Ende Juli immer wieder gesät werden (weitere Infos zu dieser sehr alten Karottensorte).

Zwischen den Karotten steckte ich auch wieder Reihen von Zwiebeln. Diese beiden sind gute Mischkulturpartner, da sie sich gegenseitig die Möhren- und Zwiebelfliegen vom Leib halten. Das Ganze habe ich dann mit einer dünnen Schicht angetrocknetem Graschnitt gemulcht. Das hält die Oberfläche fein krümelig und mindert den Unkrautwuchs.

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Auch meine Erdbeeren bekamen eine Grasmulchschicht. Alternativ kann man nach der ersten Blütenbildung auch Stroh unterlegen, um die Früchte trocken und schimmelfrei zu halten.
Am Dienstag ging es weiter mit dem Gewächshaus-Projekt von letzter Woche. Der 80 cm tiefe, frostsichere Graben war fertig gebaggert und nun musste die Schalung für das 15 cm breite Betonfundament gemacht werden.

Mittwoch war so ein richtiger Regentag, also kam lieber erstmal Plane drüber und am Donnerstag war die Schalung fertig! Und da es nicht viel Sinn macht im durchgeweichten Boden durch den Gemüsegarten zu matschen, habe ich diesen auch erstmal in Ruhe gelassen und mich meinem Nähprojekt gewidmet – schließlich sollte jede Frau einen schönen Swing-Rock besitzen ;-).

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Dafür lass ich euch schon mal einen kurzen Blick auf meinen zukünfigen „Kartoffelacker“ werfen. Der Boden muss hier nochmal ordentlich gekreiselt werden und dann kann ich meine vorgekeimten Kartoffeln legen.

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Eigene Kartoffeln schmecken einfach am allerbesten, die gemeinsame Ernte im Herbst ist eines der Garten-Highlights und ausgegliedert im eigenen Acker „stehlen“ mir die Kartoffeln dieses Jahr nicht zu viel Platz in meinem restlichen Gemüsegarten. Diese können es übrigens auch schon kaum erwarten :-)

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Am Freitag war es an der Zeit, sich wieder den vielen Tomatenpflanzen zu widmen. Vor allem die Salattomaten sind so kräftig gewachsen, dass ich einige umtopfen und mit Bambusstangen stützen musste.

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Auch die Auberginen (oben im Bild) sind gesund und bei den Paprikapflänzchen konnte ich am Freitag die erste Knospe entdecken. Verrückt, dass man von so einer „Kleinigkeit“ vor Freude Herzklopfen bekommt!

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Freitag waren auch Blatttage und eine gute Zeit um Rosenkohl vorzuziehen. Dazu habe ich auch noch Petersilie, Kerbel, Eichblattsalat (Lichtkeimer), Zimt-Basilikum (Lichtkeimer) und Pak Choi in der Anzuchtschale ausgesät.

Den Basikium konnte ich in größere Töpfe pikieren und die stelle ich nun tagsüber auch mal raus auf die Terrasse. Sogar die ersten Sonnenblumen- und Gurkenkeimlinge spitzen bereits am Freitag aus der Erde raus.

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Die meisten Samen habe ich übrigens bei Dreschflegel gekauft, da ich nicht nur die Samenqualität und Beschreibung auf den Saattüten toll finde, sondern auch von ihrem ökologischen Konzept überzeugt bin. Letztes Jahr habe ich an den Gartenseminare im Schaugarten Schönhagen teilgenommen und kann es nur weiterempfehlen!

Am Samstag vormittag war es dann soweit: das Gewächshausfundament wurde – trotz Regenwetters und entsprechend viel Matsch – betoniert! 28 Laufmeter Schalung, eine in Streifen geschnittene Baustahlmatte, 15 Säcke Zement, 2 Kubik Sand/Kies Gemisch und viele Stunden meiner fleißigen Helfer hat es für das 3×4 m große Gewächshausfundament gebraucht!

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Beim Baggern und Schalen war ich keine wirkliche Hilfe, dafür konnte ich heute so richtig mit anpacken – und hatte Glück nicht irgendwo im Matsch für immer stecken zu bleiben ;-).

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Gefühlte 500 Schubkarrenladungen Sand/Kies später, war es dann wirklich geschafft. Meine Mädels durfen noch jede eine Glücksbringer-Münze im Fundament versenken, dann kam die Plane drüber und eine ereignisreiche Gartenwoche war für beendet erklärt :-).

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Denn diesmal wird der Sonntag wirklich ein Ruhetag. Regenwetter ist angesagt, es sind Fruchttage (alle Samen dafür sind gesät) und wenn mich die Motivation doch packt, dann wird höchstens ein bisschen gejätet, bevor ich wieder frisch und munter in die nächste Woche starte.

Meine To-Do Liste für die nächste Gartenwoche:
Diese startet Montag abend mit Wurzeltagen und ich habe noch jede Menge Karottensamen und Zwiebeln die gesät und gesteckt werden wollen. Da ich dieses Jahr Feuerbohnen an der Terasse hochwachsen lassen möchte, muss ich dafür auch noch die neuen Beete vorbereiten. Der Kompost gehört eigenltlich schon längst umgesetzt (dafür muss die Erde jedoch trockener sein) und Mitte nächster Woche kommt die Schalung vom Gewächshaus raus. Wie man sieht, gibt es wieder jede Menge zu tun und ich freu mich drauf!

Wie sieht denn euer Gartenplan für die nächsten Tage aus? Habt ihr auch einen Wochenrückblick in eurem Blog? Ich würde mit sehr über Tipps, Tricks und Feedback freuen :-)!

Verlinkt bei Samstagsplausch, Bunt ist dei WeltSonntagsfreuden und Montagsfreuden

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5 thoughts on “So schön ist der Erstfrühling!”

  1. Da bin ich ja auf einen sehr interessanten Blog gestossen.
    Also das mit dem Mondkalender gärtnern klappt bei mir nicht.
    So wie man sehen und lesen kann ziehst du dein Gemüse alles selber?
    Das mit den Karotten lese ich mal in Ruhe nach, ich habe so gar kein Glück mit den Rüebli wie sie bei uns heissen.
    L G Pia

  2. Hallo Pia! Vielen Dank! Ja ich versuche alles selbst zu ziehen und hoffe natürlich, dass es auch weiterhin gut klappt. Damit kann ich selbst aussuchen, welche Biosamen ich verwenden möchte. Aber es kann natürlich auch schon mal nicht so gut klappen – so ist aber das gärtnern und ich bin da recht entspannt. Bei den Rüben ist es vor allem auch wichtig das der Boden gut gelockert ist. Was hat denn nicht gut geklappt? Wenns an der Möhrenfliege liegt, dann kannst du auch Netze verwenden. Ganz liebe Grüße Birgit

  3. Gemüse baue ich nicht mehr an, aber dafür habe ich Freude an Blumen und Kräutern. Leider ist es mir zu regnerisch. Da wir ein bisschen erhöht wohnen, muss ich auch noch nicht pressieren. lg Regula

  4. Da ich dieses Jahr sicherlich wieder nicht den Fuß in die Gartentür meines Papas bekomme, werde ich mich mit meinen Kräutern zufrieden geben müssen. Aber die wachsen schon fleißig im Freiland vor sich hin.
    Du bist ja recht fleißig.
    Liebe Grüße aus dem kalten Berlin,
    Andrea

  5. Hallo Babajeza, Hallo Andrea!

    Frische Kräuter sind doch auch was wundervolles, man muss ja nicht gleich einen großen Gemüseacker bearbeiten, um die Natur zu genießen. :-)

    Vielen lieben Dank für eure Kommentare, ich hab mich sehr gefreut!

    LG
    Birgit

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