So gelingt der Bohnenanbau!

Die Eisheiligen sind vorbei und neben all den wäreliebenden Gemüsesorten – die nun ins Freie dürfen – ist es auch an der Zeit Bohnen zu säen. Was gibt es auch besseres, als den Geschmack von eigenen, frisch gedünsteten Bohnen! Und gerade für mich, als Vegetarier, ist diese pflanzliche Eiweißquelle besonders wertvoll. Deshalb bekommen Buschbohnen, Stangenbohnen und Sojabohnen wieder ordentlich Platz im Gemüsegarten.

Damit dieses leckere Gemüse auch bei euch einen guten Start ins Gartenjahr hat, verrate ich euch heute ein paar einfache Biogarten-Tricks für den Bohnenanbau:

1. Einweichen

Bohnenkerne 24 Stunden in lauwarmen Wasser einweichen – so keimen diese besonders schnell. Diesen Trick habe ich dieses Jahr zum ersten Mal angewendet und bin begeistert, wie gut es funktioniert. Bereits nach 5 Tagen reckten sich die ersten Köpfchen durch die Erde.

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2. Aussaat

Einen Vorsprung verschafft man den Bohnen, wenn man diese in Töpfchen oder Quickpots bei optimalen 20 Grad vorzieht und dann mit dem Wurzelballen einpflanzt. Dabei die Samen nur mit einer dünnen, max. 2 cm tiefen Erdschicht bedecken. Ob du sie dann in Reihen oder Gruppen pflanzt, ist dir überlassen. Bis Anfang Juli kann man für einen optimalen Ertrag alle 2-3 Wochen nachsäen.

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3. Bohnenkraut

Wenn man früh in der Saison dran ist, dann ist auf jeden Fall das Aussähen von Bohnenkraut zwischen den Bohnenreihen zu empfehlen. Denn das Aroma vom Bohnenkraut mögen die schwarze Blattläuse – als häufigste Bohnenschädlinge – nicht. Und wenn man es zeitlich nicht mehr schafft, so kann man auch einfach eines am Markt oder in der Gärtnerei kaufen und vereinzelt zwischen den Bohnen einpflanzen. Diese „Schadlingsbekämpfung“ hat auch noch einen weiteren Vorteil – man kann nämlich beim Kochen die Bohnen mit dem sehr schmackhaften Bohnenkraut würzen!

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Dabei sind die „Übeltäter“ meist nicht die Läuse, sondern die schwarzen Gartenameisen, welche sich an den Pflanzen Läusefarmen anlegen. Die Ameisen „melken“ dann den klebrigen Honigtau, den die Läuse aus den Pflanzensäften produzieren. Dabei vermehren sich die Läuse auch sehr schnell –  in den Sommermonaten gebären sie bis zu fünf lebende Junge pro Tag!

3. Stickstoffdüngung meiden

Auch wenn man es gut meint mit seinen Pflanzenlieblingen und am liebsten alle mit einer Portion verdünnter Brennesseljauche verwöhnen möchte, so sollte man bei Bohnen und Erbsen unbedingt darauf verzichten! Diese Pflanzen versorgen sich mit Knöllchenbakterien selbst und reichern den Boden zusätzlich auch mir Stickstoff an.

4. Ernten

Bohnen sollte man nie bei nassem Wetter anfassen oder ernten, um die Verbreitung von Pilzkrankheiten vorzubeugen. Bei der Ernte vorsichtig mit beiden Händen abpflücken und nicht abreißen, sonst wachsen weniger Früchte nach. Um eigene Samen zu gewinnen, ist es am besten von den ersten Früchten einige ausreifen zu lassen. Diese sind dann bei trockener Lagerung ca. 3-4 Jahre haltbar.

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Wenn ich mir so das Buschbohnen-Foto vom letzen Jahr ansehe, dann kann ich die erste Ernte kaum erwarten!

Liebe Gartengrüße,
Birgit

Verlinkt bei Samstagsplausch und einfachnachhaltigbesserleben.

 

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11 thoughts on “So gelingt der Bohnenanbau!”

  1. Bohnensamen sind viel länger lagerfähig. Ich hab welche, die meine Uroma anfang der 1980er Jahre eingelagert hat. Davon hab ich letztes Jahr welche angepflanzt und die sind super gewachsen.

    1. Hallo liebe Andrea! Ja, auf jeden Fall. Z.B. Feuerbohnen werden mit ihren herrlich roten Blüten häufig zur Balkonzierde/Sichtschutz verwendet und können dann natürlich auch geerntet werden :-). Glg, Birgit

  2. Hallo Birgit!
    Hurra, es ist soweit, ich habe einen Garten!!! Zwar wohnen wir noch nicht da, weil wir erst noch was renovieren müssen und die Kinder noch hier das Schuljahr fertig machen, aber ich leg schon mal bisschen los ;-)
    Also: würdest Du das mit dem Einweichen für alle Hülsenfrüchte empfehlen, also auch Erbsen, Mais, etc?
    Mich würde ausserdem mal ein Post zu Deiner Beet-Einteilung interessieren, zwecks Fruchtfolge, gute/ schlechte Nachbarn etc ;-)
    Würdest Du Deinen Garten als Permakultur-Garten bezeichnen, oder „einfach nur“ bio?
    Mich kribbelts in den Fingern, endlich loszulegen!!! :-)))
    Liebe Grüsse,
    Antje

    1. Hallo Antje,
      ich freu mich so für dich! ja du kannst Erbsen und Mais auch vorab einweichen. Die oben schwimmenden Körner, dann nach einer halben Stunde aussortieren – diese sind nicht keimfähig. Ich selbst habs jedoch nur bei den Bohnen gemacht, weil ich garnicht dran gedacht habe. Beeteinteilung ist so eine Sache, da ich nach Mischkultur pflanze, d.h. immer schaue welche gute Nachbarn sind und die schlechten meide. Dazu achte ich auch bei bei der Fruchtfolge, was wieder auf die Beete kommt, vor allem Bohnen und Erbsen soll man nicht wieder an der gleichen Stelle pflanzen und auch bei Starkzehrern aufpassen. Kann da gerne mal was schreiben :-). Richtige Permakultur mache ich keine, aber ich mulche sehr viel. So muss wieder los, aber wollte dir schnell antworten, dass ich mich sehr für dich freue! Glg, Birgit

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