Schutz der Wildbienen

Als ich 2014 mit dem Gärntern begann, war anfangs noch jede Beetreihe für reinen Gemüseanbau reserviert. Und obwohl ich von Beginn an das Mischkultur-System verwendet habe (hier achtet man darauf welche Pflanzen „gut miteinander können“ und welche man besser nicht zu nahe pflanzt), vernachlässigte ich etwas enorm Wichtiges. Blumen im Gemüsegarten!

Bauerngartenblumen sind nicht nur wunderbar anzusehen sondern sorgen auch für einen gesunden Boden. Ringelblumen sie helfen z.B. gegen Nematoden-Würmer im Boden, gegen Zwiebefliegen und erhöhen den Ernteertrag. Und sie locken auch all die kleinen, fleißigen Bestäuber in den Garten, damit es überhaupt zu einer reichhaltigen Ernte kommen kann.

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Dieses Jahr habe ich gleich mehrere Reihen Ringeblumen zwischen den Gemüsebeeten gepflanzt und dazu einige typische Bauernblumen wie Astern, Löwenmaul und Malven in die seitlichen Rabatte gesetzt. Ein ausrangiertes Gurkenbeet wurde sogar zum kleinen „Sonnenblumenfeld“.

Denn Wildbienen sind immer auf der Suche nach Lebensraum und die Bestände der in Deutschland lebenden rund 560 Arten sinken leider dramatisch. Vor allem die industrielle Landwirtschaft mit ihrem immensen Pestizideinsatz macht den Wildbienen zu schaffen und hat viele Arten an den Rand des Aussterbens gebracht.

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Aber warum ist gerade der Schutz der Wildbienen so wichtig?

Wildbienen sind ausgesprochen nützliche Bestäuber, da sie von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang und sogar bei Temperaturen von 4 °Celsius und leichtem Regen fliegen. Dank ihrer großen Artenvielfalt haben sie im Laufe der Evolution interessante Anpassungen an ihren Lebensraum entwickelt. So sind sie an unterschiedlichste Blütenformen angepasst und können dadurch eine Vielfalt von Pflanzen effektiv bestäuben.

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Alleine in meinen Garten konnte ich in wenigen Minuten verschiedene Beispiele mit meiner Kamera festhalten – von der offenen Ringelblume, über die schmale Buschbohnenblüte bis zur Mini-Biene an der Katzenminze.

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Um welche Wildbienen es sich genau handelt, konnte ich anhand der Fotos leider nicht bestimmen – vielleicht kennt sich ja jemand von euch dabei gut aus?

Bei dem oberen Bild tippe ich anhand der schmalen weißen Streifen auf eine Blattschneiderbiene. Und bei der kleinen Biene an der Katzenminze (unteres Foto) anhand der Größe und schmalen Form auf eine Furchenbiene. An dieser Gattung habe ich auf der Insel Öland in Schweden während meiner Doktorarbeit geforscht. Um es jedoch genau festellen zu können, hätte sie mir zumindest ihren Popo mit der charateristischen Furche zeigen müssen ;-).

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Blumen sind auf jeden Fall ein fester Bestandteil meines Gartens geworden. Und mit ihnen auch ein Wildbienenhotel, damit sich meine kleinen Gäste bei mir wohlfühlen. Ich hoffe euch gefallen die Bienen-Fotos genauso sehr wie mir und ich freue mich darauf, wenn ihr mich auch weiterhin auf meinem Blog besuchen kommt!

Liebe Gartengrüße,
Birgit

Verlinkt bei Samstagsplausch und einfachnachhaltigbesserleben.

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9 thoughts on “Schutz der Wildbienen”

  1. Aus zeitlichen Gründen heute nur ein kurzes Feedback: Ein toller Post zum Samstagsplausch! Ganz tolle Gartenbilder!
    Ich wünsche Dir einen angenehmes WE und sende herzliche Grüßle, Heidrun

    1. Hallo liebe Regula, irgendwie finde ich, ist auch jedes Jahr anders. Dieses Jahr ist keiner meiner Karottensamen aufgegangen, keine Ahnung warum, obwohl das Samentütchen neu war. Aber ich finde, dass macht das Gärtnern gerade so spannend, dass man nicht genau weiß, was dabei rauskommt. Glg, Birgit

  2. Liebe Birgit, deine kleine Biene könnte auch eine Maskenbiene sein. Aber auch das ist schwer herauszufinden, man sieht ihr Gesicht nicht und viele Weibchen haben einfach ein schwarzes Köpfchen. Die Unterscheidung ist ja ohnehin sehr schwierig, weil sie sich so ähnlich sind.
    Einen lieben Gruß
    Silke

    1. Hallo liebe Silke, vielen lieben Dank für dein Kommentar. Arbeitest du mit Bienen, dass du dich so gut auskennst? Glg, Birgit

  3. Ich streuen heimlich bei den Eltern Samen aus, was meine Mutter kurz an den Wahnsinn treibt, weil sie wieder Unkraut jäten muss. Aber die Bienen hatten vorübergehend etwas zum naschen…
    Liebe Grüße
    Andrea

    1. Hihi, bin neugierig, was du denn da so ausstreust. Wenn darunter Bienenweide (Phazelia) ist, dann braucht sich deine Mutter nicht ärgern, da das auch den Boden lockert und verbessert :-). Glg, Birgit

  4. Es ist für mich immer wieder spannend was so „die anderen“ denken und schreiben. Ich selbst hab ja keinen Nutzgarten – weil ich zu faul bin – und wenn, gerne Hochbeete hätte (hat mir mein „bestes Stück“ anlegen wollen aber bis heute nicht geschafft – macht aber nix!!!)
    Aber dieser Beitrag war wirklich toll.
    Ich finde Ringelblumen auch auf dem Tisch sehr schön zumal sie meine Lieblingssommerfarbe – gelb/orange – haben. Fast hätte ich dir mal welche „geklaut“, als ich durch deinen Garten ging, weil ich natürlich keine Ahnung hatte, welchen Nutzen sie haben. Meine Nachbarin macht davon Salbe. Jetzt weiß ich wieder ein bisschen mehr. Danke 🙏 🌻

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