Saisonende im Biogarten

So gut das Gartenjahr 2018 angefangen hat – mit saftigen Erdbeeren und tropischen Regentagen – umso trostloser hat es nun bereits Mitte August durch all die Hitze und Trockenheit geendet. Seit Monaten gibt es im Garten schon so gut wie nichts mehr für mich zu tun und der Anblick meiner vertrockneten Beeten macht mich echt traurig.

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Nach wie vor denke ich, dass es richtig war, nicht zu gießen – die Mengen an Trinkwasser (hab ja leider keinen Brunnen), die ich gebraucht hätte, wären in keinem Verhältnis zur Ernte gestanden. Enttäuschend ist es trotzdem, wenn man den ganzen Sommer vor lauter Hitze nichts machen kann. Wenn es etwas gutes hat, dann dass auch das Unkraut nicht wirklich gewachsen ist. So richtig durchgejätet wird der Garten jedoch erst, wenn es mal wirklich genug geregnet hat.

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Meine Zwiebeln und die letzten Kartoffeln habe ich diese Woche aus dem Boden gemeiselt – ich war es leid auf den langersehnten Regen zu warten. Dieser sollte den Boden auflockern, aber dafür müsste es momentan ausdauernd regnen. Die Ausbeute war deutlich geringer, doch die Qualität nicht schlecht. Die Zwiebelschalen sind gut durchgetrocknet, sodaß ich sie direkt vom Garten in einem Karton in der Garage flach ausgelegt habe.

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Die Kartoffeln musste ich mit dem Unkrautstecher heraushebeln – die Grabegabel konnte man unmöglich in den knochentrockenen Boden stecken. Wieviele noch in dem betonharten Boden eingeschlossen sind, ist schwer zu sagen. Dennoch sehen die Kartoffeln sehr gesund aus und schmecken vor allem ausgezeichnet.

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Neben den Kartoffeln konnte ich dazu noch die letzten Zucchini und einen Kürbis ernten – dieses Jahr blieb meiner Familie die Zucchinischwemme erspart. Viele der jungen Früchte waren an den Pflanzen leider vertrocknet.

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Das einzige, was wir noch in vollen Zügen genießen, sind die leckeren Tomaten aus unserem Gewächshaus. Diese haben nun auch mehr Platz seit die Gurkenernte beendet ist.

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Bei der Saatguternte bin ich dieses Jahr auch zurückhaltend gewesen. Da die Bohnen und Erbsen schlecht wuchsen und unter der heftigen Hitze leiden mussten, war ich mir unsicher, ob das eigene Saatgut für das nächste Jahr geeignet ist. Daher habe ich nur Samen von den Tomaten getrocknet – in meinem Beitrag „Saatgut einfach selbst gewinnen“ zeige ich, wie man das ganz einfach macht:

WerbungSaatgut einfach selbst gewinnen!

Somit verabschiede ich mich mit diesem Beitrag leider schon sehr früh von der Gartensaison 2018. Da ich jedoch bereits seit 2016 wöchtenlich über meinen Garten blogge, findet auch in den bisherigen Beiträgen noch viele spannende Informationen. Einfach im Archiv (in der Fußzeile) nach dem gewünschten Monat blättern, oder das Suchfeld benutzen.

Und wie heißt es so schön – nach dem Gartenjahr ist vor dem Gartenjahr. Jede Saison ist anders, wer weiß was uns das nächste Jahr so alles an Überraschungen bringt. Bis dahin werde ich mir die Zeit mit schönen Gartenbüchern füllen, um neue Ideen in meinen Gemüsegarten einfließen zu lassen. Die findet ihr dann sowohl hier im Bereich „Biogarten-Tipps“, als auch in der Kategorie „Lesetipps“.

Liebe Gartengrüße,
Birgit

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10 thoughts on “Saisonende im Biogarten”

  1. Oh, das klingt richtig traurig. Habt ihr vielleicht die Möglichkeit, Regenwasser zu sammeln? Vom Hausdach, oder Schuppen…?
    Liebe Grüße Hanna

    1. Hallo liebe Hanna! Wir sammeln Regenwasser vom hausdach in der Zisterne – aber es hat ja leider schon seit Monaten nicht mehr richtig geregnet… Glg, Birgit

  2. Einerseits schade – andererseits der Lauf der Natur und durchaus verständlich. Dankeschön an dieser Stelle für die tollen Beiträge. Und nächstes Jahr geht’s hoffentlich gestärkt wieder weiter.

    Ein herzlicher Sonnengruß… zum Wochenende von Heidrun

    1. Liebe Heidrun! Sehr gerne – und ich bin mir sicher, dass mir auch „zwischendurch“ noch ein paar spannende Gartenthemen einfallen, über die es sich lohnt zu schreiben. Glg, Birgit

  3. Oh, ich habe auch schon vor Wochen aufgehört das meiste zu gießen, weil ich auch auf Trinkwasser zurückgreifen musste. In vielen Teilen sieht mein Garten genauso aus, nur das wir Sandboden haben und die Kartoffeln nicht rausmießeln müssen ;)

  4. Was für ein trauriges Bild…wie eigentlich überall. Ich finde es zur Zeit aber auch schlimm, wenn ich grünen Rasen sehe in manchen Gärten, da ich dann weiss, dass da der Rasensprenger über Stunden täglich läuft, und das ist doch allen anderen gegenüber absolut rücksichtslos! Daher lass uns unsere trockenen Wüsten akzeptieren..
    Andererseits muss ja die Gartensaison nicht vorbei sein für dieses Jahr?! Ich bin fest davon überzeugt, dass noch ganz viel warmer weicher Nieselregen kommen wird eines Tages, und die Erde wieder fruchtbar macht. Wenn es dann soweit ist, will ich mit ein paar Samentütchen bereit stehen: Spinat, Karotten, Radieschen….was kann man noch im Herbst ziehen?
    LG, und nie aufgeben!
    Antje von lelonuk

    1. Hallo Antje,
      ja das sehe ich genauso wie du mit den grünen Wiesen. Was das Nachsäen betrifft, mache ich mir vorerst keine so großen Hoffnung, obwohl ich ja im Herbst unbedingt noch meinen Knoblauch stecken möchte… Aufgeben? Ich doch nicht ;-)!
      Glg, Birgit

  5. Wir haben gestern die letzten Kartoffeln geerntet und die Samen von Rucola und Wicken. Die Rote Bete sieht noch vielversprechend aus. Unsere Bohnen, Zucchini, Gurken waren alle eher ärmlich, aber Tomaten kochen wir mittlerweile schon ein,weil wir die nicht alle essen können.
    Milchsauer vergoren, als Chutney, Tomatensoße, Tomatensalsa, alles dabei.
    Und seit wir den Birnbaum um die Ecke entdeckt haben, kochen wir Birnen ein.
    Ach ja,und ein Kürbis ist es geworden. Sonst hatten selbst die Kaninchen noch was von der übermäßigen Ernte, aber in diesem Jahr ist ja nicht mal genug Mais für das Winterfutter gewachsen. Werden wohl wo ihr vor Weihnachten in die Gefriertruhe einziehen…
    Ich mag dein Blog sehr gerne!

  6. Ich hab zwar keinen Nutzgarten aber die Rosen sind auch vertrocknet.
    Ein klein wenig – bei unserem Freisitz im Norden – habe ich gesprengt. Ich weiß, das ist gemein, aber den Springbrunnen hab ich austrocknen lassen. Heute hat’s vielleicht 2 l geregnet. Besser als gar nichts!
    Danke für deine tollen Beiträge.

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