Saatgut einfach selbst gewinnen!

Die Tomatensaison ist noch im vollen Gange und gerade bei den unzähligen interessanten Tomatensorten, möchte man gerne den einen oder anderen Schatz für das nächste Jahr bewahren. Letztes Jahr hatte ich dabei leider keine gute Erfahrungen gemacht. Ich hatte gelesen, man sollte die Samen in etwas Wasser gären lassen, um ihre Keimfähigkeit zu erhöhen. Nur ist mir alles leider ganz schnell verschimmelt.

Dabei gibt es eine viel einfachere Methode, die ich dieses Jahr ausprobiert habe. Dazu die Samen mit einem kleinen Löffel aus dem „glitschigen“ Inneren einfach zusammen mit dem Fruchtfleischanteil in ein Sieb geben und abspülen.

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Dann auf einem Stück Küchenpapier verteilen und trocknen lassen. Die Saatkörner, die an dem Papier haften bleiben, können im kommenden Jahr samt dem Küchenpapier in Töpfe gelegt werden.

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Bevor man jedoch anfängt eigenes Saatgut zu gewinnen, ist es wichtig zu wissen, welche Pflanzen man vor sich hat. F1-Hybridsorten sollte man auf jeden Fall meiden, hier lohnt sich die Mühe nicht. Die Sorte sollte samenfest sind, damit die Nachkommen sich genauso entwickeln, wie die Mutterpflanze. Mehr zu diesem Thema findest du in meinem Beitrag Das richtige Bio-Saatgut.

Auch die richtige Gemüsesorten sollte man kennen. Am besten klappt das Verwenden des eigenen Saatguts bei Tomaten, Erbsen und Bohnen. Diese befruchten sich selbst, weshalb die Nachkommen die gleichen Eigenschaften besitzen. Bei Bohnen und Erbsen lässt man einfach einige schöne große und früh entstehende Hülsen an den Pflanzen hängen, bis sie trocken sind. Danach vorsichtig aus der Schale lösen und im Haus nachtrocknen lassen.

Zur Aufbewahrung verstaut man das Saatgut in einem Papiertütchen oder Schraubglas und lagert sie an einem trockenen, dunklen und kühlen Ort. Um das Saatgut im nächsten Jahr auf ihre Keimfähigkeit zu testen, kann man auch Bohnen und Erbsen im Haus vorziehen. Was man beim Bohnenanbau dabei beachten sollte, könnt ihr hier nachlesen.

Achtung: Bei Gemüse, welches durch Insekten bestäubt wird, kann es häufig Überraschungen geben. Denn wenn die Blüten mit dem Pollen anderer Pflanzen befruchtet werden, kann es zu unerwünschten Kreuzungen konnen. Die ist zum Beispiel bei Kohl, Kürbis oder Karotten der Fall.

Am Ende ist es wichtig das Saatgut ordentlich mit dem Sortennamen und Datum zu beschriften. Am besten man legt sich eine Saatgutkiste o.ä. zu, um all die verschiedenen Sorten und deren Aussaattermine gut im Blick zu haben. So sieht z.B. meine Saatgutkiste aus.

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Welches Saatgut sammelst du von deinen Pflanzen für das nächste Gartenjahr?

Liebe Gartengrüße,
Birgit

Verlinkt bei Samstagsplausch, Freutag und einfachnachhaltigbesserleben und Montagfreuden.

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6 thoughts on “Saatgut einfach selbst gewinnen!”

  1. Hallo Birgit!

    Nachdem ich seit wenigen Tagen ein Hochbeet habe, habe ich Deinen Beitrag mit großem Interesse gelesen. Die Tomaten dieses Jahr (im Top) waren großartig! Da werde ich doch gleich versuchen, ein paar Samen für nächstes Jahr zu gewinnen.

    Danke für die vielen guten Tipps und fürs Verlinken zu EiNaB!

    lg
    Maria

  2. Hallo!
    Gerade heute habe ich viele viele Calendula (-Ringelblumen)-Samen gewonnen, Zucchini auch, mal sehen, ob das klappt. Meine Hokkaido-Kürbisse hatte ich letztes Jahr aus gekauften Bio-Hokkaido-Kürbissen gewonnen und habe wunderbare Pflanzen diese Jahr, die auch schon gut getragen haben und es noch tun.
    Kornblumen, Erbsen, Sonnenblumen, Leinsamen, Kapuzinerkresse, Zuckermais, und Rukola hab ich ebenfalls bereits letztes Jahr aus eigenem Anbau gewonnen und dieses Jahr aus alldem wieder schöne und ertragreiche Pflanzen erhalten. Kartoffeln habe ich deises Jarh zum 1.Mal angebaut und grossteils schon geerntet, jetzt bin ich gespannt auf nächstes Jahr, wenn ich einen Teil der guten Knollen wieder einpflanze!
    Als nächstes werd ich mir mal eine ungespritzte Brennnesselwiese suchen, um die Samen zu ernten, denn auch dieser Beitrag von Dir hat mich neugierig gemacht!
    Danke,
    Antje von lelonuk

    1. Liebe Antje, toll wie viele Samen zu selbst gesammelt hat. Ringelblumen habe ich auch ganz viele und werde auch nächstes Jahr wieder ein paar Reihen zwischen dem Gemüse anpflanzen. Denn das hat sowohl dem Boden als auch den Bienen gut getan. Und auch die zweite Fuhre Brennessel trocknet schon, denn davon kann man nicht genug haben. Glg, Birgit

    1. Hallo liebe Andrea, ja ich lieb meinen Saatkasten. Davor ist immer alles durcheinander gefallen und ich hatte keinen Überblick und so ist nun alles gut verstaut :-). Glg, Birgit

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