Frühlings-Rezept: Wildkräuter-Erbsensuppe

Schon wieder so ein Tag, an dem du keine Ideen hast, was du kochen sollst?! Warum nicht einfach eine vitaminreiche Wildkräuter-Erbsensuppe aus einfachen – und vielen kostenlosen Zutaten – zaubern. Mein Rezept ist sehr einfach und das Resultat ein leckeres Gericht, um im Frühling Kraft zu tanken!

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Für dieses Rezept reicht es, wenn du ein Päckchen Tiefkühlerbsen im Gefrierfach hast und 1-2 Zwiebeln. Wenn sogar noch Stangensellerie im Gemüsefach schlummert – umso besser, wenn nicht, auch nicht schlimm.

Dazu brauchst du noch etwas Zeit und Lust die Natur nach passenden Wildkräutern zu erkunden. Das hat einen doppelten Effekt: es verfeinert nicht nur das Essen, sondern tut auch der Seele gut :-).

Folgende Zutaten brauchst du:

25 g (pflanzliche) Butter
1 Pkt (ca. 300 g) Tiefkühlerbsen
4 (Frühlings-) Zwiebel gehackt
1 Selleristange gehackt
700 ml Gemüsebrühe
2 Handvoll Brennesselblätter (gewaschen & zerkleinert)
1 Handvoll anderer Wildkräuter (z.B. Wiesenlabkraut, Wiesenschaumkraut o.ä.)
2 EL Creme fraiche (für die vegane Variante weglassen oder durch Sojasahne ersetzen)

Zubereitungsdauer ca. 15-20 Minuten

Für diese Vitamin-Bombe habe ich frische Brennnessel-Blätter – mit Handschuhen – geschnitten (obere Schüssel), Wiesenlabkraut im Garten gesammelt (unterte Schüssel) und noch ein paar Wiesenschaumkraut-Blüten (mittlere Schüssel) darüber gestreut.

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Die Butter im Topf bei mittlerer Hitze zerlassen. Dann Zwiebeln und Sellerie dazu geben und abgedeckt ca. 5 Minuten dünsten. Tiefgekühlte Erbsen und Brühe dazu geben, aufkochen und ca. 10 Minuten köcheln lassen.

Die Suppe vom Herd nehmen, ca. 5 Minuten abkühlen lassen und in der Zwischenzeit die Wildkräuter waschen, trockentupfen und hacken. Bei den Brennesseln hier vorsichtig arbeiten (an den Stängeln halten) oder Handschuhe nehmen, damit man sich nicht brennt. Die Wildkäuter in die Suppe geben und alles mit einem Pürierstab glatt pürieren. Die Creme fraiche (oder Sojasahne) einrühren und nochmals kurz pürieren.

Von meinem letzten Waldspaziergang hatte ich auch noch Bärlauchpaste (Rezept siehe am Ende des Posts: Wildkräuter des Frühlings nutzen – Teil 1) – von der ich vor dem Anrichten einfach 1-2 Teelöffel eingerührt habe. Wenn du die Bärlauchpaste unterrührst, dann erst danach mit Salz und Pfeffer abschmecken – da in der Paste bereits Salz enthalten ist und der Bärlauch selbst sehr würzig (und lecker) ist.

Wiesenschaumkrautblüten darüber streuen und mit ein paar Scheiben Brot und z.B. Ingwer-Zitronen-Honig-Wasser genießen!

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Habt ihr auch Lust auf das Wildkräutersammlen bekommen? Dann kann ich euch dazu vor allem das Buch Essbare Wildpflanzen – 200 Arten bestimmen und verwenden, von Steffen Guido Fleischhauer (affiliate link) empfehlen, welches ich selbst sehr gerne verwende.

Hier noch ein paar Bilder von den verwendeten Wildkräutern:

1. Brennnessel: die jungen Blätter sind schmackhaft und besitzen antioxidative Eigenschaften. Dazu enthalten sie noch die wichtigen Mineralstoffe Magnesium, Kalzium und Silizium, sowie Vitamine und Eisen. Als Vergleich findet man in Brennnessel z.B. zweimal mehr Vitamin C als in Orangen. Vor allem werden sie aber auch wegen ihres hohen Eiweißgehalts geschätzt. So enthalten Brennnessel in der Trockenmasse etwa 30 Prozent Eiweißanteil.

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2. Wiesenlabkraut: auch im Salat richtig lecker, schmeckt ein bisschen wie Feldsalat. Mehr über das Wiesenlabkraut findest du im Blog-Post: Wildkräuter des Frühlings nutzen – Teil 2
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3. Wiesenschaumkraut: für Salate, Suppen und Eintöpfe geeignet, Blätter und Blüten verwendbar, schmecken kresseartig, war der Suppe noch ein bisschen Pfiff gibt – stattdessen kann man natürlich auch gewöhnliche Kresse verwenden :-).
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Weitere interessante Wildkräuter kannst du in meinem Teil 1 und Teil 2 der „Wildkräuter des Frühlings nutzen“ – Serie kennenlernen.

Viel Spaß beim Nachkochen,
Birgit

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4 thoughts on “Frühlings-Rezept: Wildkräuter-Erbsensuppe”

  1. Klingt lecker. Probier ich bestimmt auch mal. Ich mag Brennesselblätter auch gern geröstet über Spaghetti, oder als Brennessel-Semmelkloß und Giersch-Tarte und und und.
    LG Silvi

  2. Lecker, hab deine suppe heute nachgekocht, sogar die kinder fanden sie gut! Ich hab ihnen erst bei den letzten löffeln erzählt, dass da brennnesseln drin sind, das fanden sie voll aufregend! Und sich die brennesseln einzuverleiben, anstatt unfreiwillig drin zu baden (wie es meinem sohn letztes jahr passiert ist), ist definiv besser! Angriff ist die beste verteidigung ;-) danke für das rezept!
    Antje von lelonuk

    1. Liebe Antja, das freut mich so! und nachdem Brennessel ja auch erst jetzt so richtig loslegen, kann man diese auch noch eine ganze Weile lang geniessen. Glg, Birgit

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