Wildkräuter des Frühlings nutzen – Teil 1

Letztes Jahr war ich zum ersten Mal bei einer Wildkräuterwanderung und war total begeistert. Das Thema interessiert mich ja schon lange. Mit Wildkräutern das Immunsystem stärken und den Stoffwechsel in Schwung bringen – wer will das nicht!

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Also ging es ab in die Natur zum Blättchen zupfen, probieren und vor allem Neues lernen. Gleich am Anfang lernten wir, das man bei allen Kräutern erst eine kleine Menge testen soll – um zu sehen „ob es zu einem passt“. Manche reagieren z.B. mit Sodbrennen auf Pfefferminze, wogegen andere es besser vertragen.

Da man sich bei Kräuterführung im Normalfall auch nur drei Käuter gut einprägen kann, stelle ich im ersten Teil die Wiesenkresse, die Wiesenschafgarbe und den Bärlauch vor.

1. Wiesenkresse

Die Wiesenkresse hat eine leicht antibiotische Wirkung (wie auch die normale Kresse) und kann einfach pur in den Salat oder z.B. auf Brot gegessen werden. Man kann sowohl die Blüten als auch die Blätter essen, beide haben einen scharfen, senfartigen Geschmack. Im Frühling ist die Kraft zuerst in den Blättern, dann in den Knospen und schließlich in den Blüten. Alle Kressen wirken zudem harndesinfizierend.

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2. Wiesen-Schafgarbe

Bei der Wiesen-Schafgarbe – auch „Augenbraue der Venus“ genannt – sollte man vor dem Sammeln, über den Boden des Standortes Bescheid wissen. Dieser sollte kalkhaltig sein, da die Pflanze ansonsten Cadmium einlagern kann.

Die Bitterstoffe von der Schafgarbe regen die Gallensekretion an und lindert chronische Leberentzündungen. Äußerlich ist die Schafgarbe als alkoholische Tinktur gut bei Gelenkentzündungen und unreiner Haut zu verwenden. Die jungen Blätter (März – April) kann man dem Salat beigeben, später werden die Blätter bis September für Tee getrocknet (genau 7 Minuten im heißen Wasser ziehen lassen). Auch die Blütenknospen kann man als würzige, herbe (muskatnussartige) Zutat in vielen Gerichten verwenden.

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3. Bärlauch

Ein sehr beliebtes und häufig verwendetes Wildkraut ist der Bärlauch. Der Grundgeschmack vom Bärlauch ist intensiv knoblauchartig und aromatisch. Bärlauch hilft aufgrund seiner antibakteriellen Eigenschaften bei Magen- und Darmstörungen und ist ein hervorragendes Mittel zur Vorbeugung von Herzinfarkt und Schlaganfall. Er regt überdies den Stoffwechsel an und wirkt allgemein blutreinigend und stärkend.

Hinweis: Bärlauch ähnelt den gifitgen Maiglöckchen und Herbstzeitlosen, deren Blätter jedoch nicht gestielt sind!

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Bärlauchpasten-Rezept: 

Und da wir diesen unheimlich gerne essen, mixe ich aus Bärlauch gerne eine kräftige Paste, die ich man nach Belieben in den verschiedensten Gerichten einsetzen kann:

200 g Bärlauchblätter (gewaschen und enstielt), 16 g Salz und 100 ml Sonnenblumenöl cremig gemixt, in einem Gläschen abgefüllt und mit Öl bedeckt. Sollte im Kühlschrank ca. 1 Jahr halten – kann man aber selbstverständlich auch einfrieren.

Habt ihr auch Lust auf das Wildkräutersammlen bekommen? Dann kann ich euch dazu vor allem das Buch Essbare Wildpflanzen – 200 Arten bestimmen und verwenden, von Steffen Guido Fleischhauer (affiliate link) empfehlen, welches ich selbst sehr gerne verwende.

Und im Teil 2 stelle ich euch nächste Woche die Vogelwicke, das Labkraut und den Spitzwegerich vor!

Liebe Grüße und viel Spaß beim Entdecken,
Birgit

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12 thoughts on “Wildkräuter des Frühlings nutzen – Teil 1”

  1. Hallo!

    Die Zahl 1 in der Überschrift lässt mich hoffen, dass es noch mehr davon zu lesen gibt. Ich bin bei den Wildkräutern leider nicht so bewandert, wie ich es gerne wäre. Das Thema interessiert mich jedoch sehr!

    Danke fürs Verlinken zu EiNaB, dadurch habe ich Deinen Beitra gund den Blog entdeckt!

    lg
    Maria

  2. Das Wildkräuterbuch liegt bei mir im Notvorratsschrank. Reis und Nudeln kann man einlagern, frisches Gemüse (Mineralstoffe und Vitamine) gibts frisch in der Natur. Liebe Grüsse von Regula

  3. Ein Interessantes Thema, von dem ich auch noch viel zu wenig weiss.
    Die Wiesenschafgarbe habe ich noch nicht gekannt.
    Bärlauch Pesto mache ich jedes Jahr ein paar Gläser.
    L G Pia

  4. Ich finde bei uns in den Straßen leider viel zu wenige essbare Kräuter. Und wenn doch, dann lass ich sie lieber stehen und den Hunden ihren Pipiraum.
    Wenn ich allerdings in den Garten komme, den von meinen Eltern, da steht das ein oder andere Kraut. Das Kresse leicht antibiotisch wirkt, wußte ich noch nicht.
    Hab eine schöne Woche,
    Andrea

    1. Hallo liebe Andrea, ja – neben der Straße lieber wachsen lassen und auch auf öffentichen Wiesen würde ich eher nicht sammeln. da ist der elterliche Garten schon um einiges sicherer. Glg, Birgit

  5. Hallo Birgit,
    ich finde das Thema auch extrem spannend, danke fürs Teilen bei „einfach. nachhaltig. besser. leben.“ Ich mische z.Z. wo noch nichts auf dem Beet wächst gern Giersch, Löwenzahn, Spitzwegerisch und junge Brennnesseln in Salat oder Pesto. Die kann ich nämlich zweifelsfrei erkennen. Wie aber bestimme ich wie kalkhaltig der Boden in unserem Garten ist? An Bärlauch traue ich mich auch nicht ran, weil ich Angst habe, was Giftiges zu erwischen. Vielleicht sollte ich auch mal eine Wildkräuterwanderung besuchen!
    Liebe Grüße,
    Marlene

    1. Hallo liebe Marlene, ich fand diese Wanderung auf jeden Fall richtig toll und man bekommt auf jeden Fall um einiges mehr Sicherheit beim Sammeln. Glg, Birgit

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