Die Mistbiene

Was um Himmels Willen ist eine Mistbiene? Dazu wollte ich euch gerne eine kurze Geschichte vom letzten Jahr erzählen. Als (über)motivierte Biogärtnerin hab ich mir fürs Gartenjahr ein ganzes Holzfaß Brennesseljauche angelegt. Randvoll, so richtig bestialisch müffelnd, aber voller guter Nährstoffe für meine Schützlinge.

Doch als ich beim regelmässigen Umrühren plötzlich Bewegungen in der stinkenden Brühe feststellt, war ich doch erst mal verunsichert. Hab ich was falsch gemacht? Wie kann denn darin überhaupt etwas leben? Kann ich diese noch weiter verwenden?

Google und Wikipedia wussten Rat! Und so kam die Mistbiene in meinen Wissenschatz:

Die Mistbiene ist eine große, 14 bis 18 Millimeter lange, bienenähnliche Schwebfliege. Die Larven der Mistbienen leben in Jauchegruben und anderem bakterienreichen, sauerstoffarmem Wasser mit sich zersetzenden pflanzlichen Substanzen. Sien haben ein langes Atemrohr mit welchem sie Luft von der Wasseroberfläche holen. Wegen dieses Rohres werden sie auch Rattenschwanzlarven genannt . Sie filtern Bakterien und faulende Pflanzenteile aus dem Wasser und tragen damit auch zur Klärung von Abwässern bei. (Quelle: Wikipedia)

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Soweit so gut! Die Jauche hab ich weiter verwendet und die vereinzelten abgestorbenen Larven als biologischen Zusatzdünger betrachtet. Doch von der ansehnlichen Mama war 2016 weit und breit nichts zu erkennen. Diese hatte scheinbar ihre Arbeit getan und die Fliege gemacht…

Als Biologin hat es mir jedoch keine Ruhe gelassen. Und letzte Woche – gerade als ich aufgeben wollte – schwebte sie mir plötzlich vor die Linse!

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Scheinbar hatte sie Lust auf ein Fotoshooting und ist mir ganz brav Modell gesessen. Auch dazu hab ich bei Wikipedia etwas Interessantes gefunden:

Die Mistbiene hat einen nur schwach ausgeprägten Fluchtreflex und lässt sich ohne Probleme mit den Händen fangen. Sie „verlässt“ sich dabei offenbar auf ihre Bienen-Ähnlichkeit, was zugleich zeigt, dass eine Warntracht nicht unbedingt auffallend sein muss. (Quelle: Wikipedia)

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Und um mich auch wirklich davon zu überzeugen, dass sie eine Mistbiene ist, flog sie auch direkt in das Jauchenfass hinein und blieb dort lange sitzen :-)

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Also wenn ihr demächst mal wieder in eure Brennessejauche schaut und sich dort etwas bewegt, dann wisst ihr Bescheid!

Liebe Gartengrüße,
Eure Birgit

Verlinkt bei Samstagsplausch, Freutag und einfachnachhaltigbesserleben.

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8 thoughts on “Die Mistbiene”

  1. Ich bin jetzt 67 Jahre alt. Das wusste ich nicht. Ich dachte immer: „Das ist ne Biene“. Aber ich lerne gerne dazu und verfolge deshalb deine Kommentare ständig. Danke für die interessanten Informationen und viel Spass mit deiner Aufzucht. Schönen Sonntag. 😎

  2. Nicht sehr appetitlich anzusehen, ehrlich gestanden… 😁 doch ein toller Post zum Samstagsplausch! Sehr informativ!

    Ich wünsche Dir einen angenehmen Sonntag und sende herzliche Grüßle, Heidrun

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