Die Launen des Vollfrühlings!

Bald trüb und rau, bald licht und mild,
ist der April des Menschen Ebenbild.

(Volksweisheit)

Der April hält mich ganz schön auf Trab, was jedoch nicht nur an den anfallenden Gartenarbeiten liegt, sondern an auch der Tatsache das ich in der vergangenen Woche „mal auf die Schnelle“ meinen Gemüsegartenbereich fast verdoppelt habe. Ich walte nun über stolze 180 qm Gemüseareal und freu mich jetzt schon wie eine Schneekönigin darauf, all das Wachsen und Gedeihen zu beobachten.

Aber jetzt mal von Anfang an, was in der KW 16 in meinem Garten passiert ist:

Montag: Auch diesen Wochenrückblick musste ich einfach (wie letzte Woche) mit einer wunderschönen Blütenpracht beginnen. Diesmal von unserer Weidenbirne. Mit dem gelben Raps im Hintergrund und dem strahlend blauen Himmel, kann ich mir keinen schöneren Start in die Woche vorstellen.

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Am Montag wurde ich auch von der lieben Inge mit Himbeerablegern beschenkt. Unkomplizierte Herbsthimbeeren, die man nicht an Spalieren hochbinden muss, sondern einfach am Ende der Gartensaison zurückschneidet. Sowas ist perfekt für mich, da ich mich mit den zahlreichen Obst- und Beerensorten noch nicht so auseinandergesetzt habe.

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Für die Himbeeren habe ich mit einen guten Platz im Halbschatten ausgesucht, hab dazwischen noch aufgehenden Feldsalat eingepflanzt (damit dieser sich selbst aussäen kann) und werde das Beet in den nächsten Tagen noch mit Rindenmulch abdecken.

Der Kontrollgang durch den Garten war auch sehr zufriedenstellend :-) – der Salat entwickelt sich prächtig (bin stolz auf meine ersten vorgezogenen Januarpflänzchen) und auch die Erbsen wachsen munter vor sich hin.

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Am Dienstag wurde dann das Fundament für das Gewächshaus entschalt. Ich war total aufgeregt! Dieses Foto hab ich meinem Liebsten mit der Nachricht „der Pool ist bald fertig“ geschickt ;-), denn so ganz hab ich ihn von meiner „Gewächshausidee“ noch nicht überzeugt. Aber spätestens dann, wenn er die erste eigene Wassermelone in der Hand hält, wird er mich bestimmt vor Begeisterung fest an sich drücken :-)!

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Prompt kam am Mittwoch auch die Lieferung des Häuschens – quadratisch, praktisch, gut. Mhhh, jetzt muss es „nur noch“ zusammengepuzzelt werden… Aber da hat uns vorerst das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Jetzt muss ich erst mal die Füße still halten, bis es wieder trocken und warm ist, damit die Silikondichtungen später auch lebenslang halten :-).

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Parallel  zum „Gewächshausprojekt“ lief diese Woche auch mein „Projekt Kartoffelacker“ auf Hochtouren. Bereits am Mittwoch hatte ich ein paar meiner vielen Saatkartoffeln zwischen die Ackerbohnen (Puffbohnen) gelegt.

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In einer Reihe bekomme ich aber gerade mal 10 Stk unter… und von den Saatkartoffeln habe ich fast 200 Stk, die munter vor sich hin keimen. Wie soll man denn auch wissen wieviele Saatkartoffeln in einem 2,5 kg-Sack sind! Vor allem wenn man dazu auch verschiedene Sorten ausprobieren möchte ;-).

Anfangs dachte ich noch, dann ess ich den Rest halt einfach auf. Aber irgendwie war es mir zu schade, um die schönen Kartoffeln und der Platz im Gemüsegarten wird sowieso – im Anbetracht meiner aktuellen Jungpflanzenzucht von ca. 70 Tomaten, 10 Paprika, 10 Auberginen, 14 Gurken, 6 Zucchini, 6 Kürbisse uvm. – langsam knapp… Da gabs nur eine Lösung: ein Kartoffelacker musste her!

Zum Glück lebe ich in einem idyllischen Dorf mit lieben Bauern, die einem mit helfender Hand (und passender Geräte) zur Seite stehen. Somit habe ich meine Gartenfläche um 60 qm Kartoffelackerfläche erweitern können. Die ganze Woche überlegte ich, ob ich nun erst nach der kommenden Kaltfront die Kartoffeln legen sollte, oder doch schon davor. Es gibt ja den Spruch: Legst mi im April, kumm i wan i will, legst mi im Mail kum i glei.

Der Bauer hatte seine diese Woche gelegt und einige Gartenfreunde waren auch schon fleißig dran und als ich dann auch noch die erfahrene Nachbarin am Freitag beim Kartoffellegen entdeckte, schnappte ich mir kurzerhand die Saatkartoffeln und steckte alle 180 Stk auf einmal in den Boden. 20 Stk sind nun noch übrig für den Gemüsegarten, die sollen den Boden im oberern Gartenbereich auflockern.

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Das frühere Legen hatte auch was für sich, denn am Freitag war die Erde noch schön trocken und krümelig. Und eine ganze Reihe Steckzwiebeln konnte ich auch noch unterbringen.

Sicherheitshalber hab ich die Saatreihen mit Grasschnitt zugedeckt, wobei ich mir da garnicht so sicher bin, ob das nicht die Kälte verstärkt im Boden hält. Deshalb liegt jetzt nachts auch noch die Plane vom Gewächhausfundament drüber. Sobald der Frost weg ist, und die ersten Triebe (hoffentlich) rauskommen, werde ich anhäufeln und dann nochmals neu mulchen. 

Meine To-Do Liste für die nächste Gartenwoche:
Solange es frostig und nass ist, passiert im Garten vorerst mal nicht viel, ausser vielleicht ein bisschen jäten. Im Jungpflanzenlager kann ich aber bestimmt wieder einiges pikieren. Am Mittwoch und Donnerstag sind wieder Fruchttage – da möchte ich gerne ein jede Menge Bohnen vorkeimen, damit diese bereits einen guten Vorsprung haben, bevor diese Mitte Mai ins Freie kommen. Diese Jahr versuche ich sogar Sojabohnen zu pflanzen! Freitag und Samstag sind wieder Wurzeltage und wenn das Wetter passt, dann kann ich vielleicht die restlichen Zwiebel stecken und Karotten säen. Langweilig wird mir auf jeden Fall auch nächste Woche bestimmt nicht :-D!

Wie siehts denn in deinem Garten aus? Ich würde mit sehr über Tipps, Tricks und Feedback freuen :-)!

Verlinkt bei Samstagsplausch, Sonntagsfreuden und Montagsfreuden

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4 thoughts on “Die Launen des Vollfrühlings!”

  1. Ich würde sagen, da hast du dir eine Menge Arbeit an den Hals gehängt. Ein riesen Grundstück. Ich wünsche dir viel Freude und Erfolg! Der Vater hat auch Himbeeren im Garten, die schneidet er grundsätzlich runter. Ihm ist es egal, das es Sommerbeeren sind.
    Genieße deinen Sonntag,
    Andrea

  2. Ja so ein Gewächshaus ist schon etwas tolles.
    Die ersten Tomaten habe ich schon vor 2 Wochen gepflanzt. Da lege ich dann immer Steine um die Pflanzen. Die speichern die Wärme und beim Giessen schwemmt nicht die ganze Erde von den Wurzeln weg. Im Sommer verbrennen die Wurzeln auch weniger.
    Bei dir tönt es nach Selbstversorger!
    L G Pia

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