Der Regen!

Als ich in den letzten Tagen die schrecklichen Bilder der überschwemmten Dörfer gesehen habe, wurde mir erst bewußt, wie viel Glück wir gehabt haben und wie dankbar man dafür sein muss. Schließlich hat man so gar keinen Einfluß darauf, wo sich im Himmel die Schleusen öffnen und die heftigen Gewitter hereinbrechen.

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Gewitter hatten wir auch, aber zum Glück ist nichts passiert. Auch heute hat es bei uns wieder gewittert und kurz davor ist dieses wunderschöne Bild entstanden. Ein doppelter Regenbogen, der sich über den ganzen Himmel erstreckt hat.

Der viele Regen hat der Natur einen enormen Wachstumsschub verliehen. So richtig glücklich bin ich gerade über die Entwicklung im Gewächshaus, denn die Tomaten im Freien leiden sehr unter dem regnerischen Wetter – sogar die im überdachten Tomatenhaus.

Im Gewächshaus hat es auch täglich fast tropische Temperaturen, egal wie draussen die Wetterlage ist. Die Tomaten sehen wunderbar kräftig aus und die ersten Mini-Tomaten sind auch schon da!

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Letzte Woche hatte ich euch ja auch die Riesenknospe der Fleischtomate gezeigt und diese Woche konnte ich die wunderschöne Blüte in aller Pracht bewundern.

2016-06-04-4-garten-kw22-selbermachen-macht-gluecklichDie Gewächshaus-Tomaten und -Gurken haben heute ihre zweite Kopfdüngung mit verdünnter Brennesseljauche erhalten. Ich hatte nämlich gelesen, dass sich durch das Düngen mit Brennesseljauche die Zusammensetzung der Pflanzensäfte so verändert, dass sie Blattläusen nicht mehr schmecken. Zudem stärkt sie das Immunsystem der Pflanze, was auch wiederum gegen Pilze und Mehltau hilft. Nachdem ich ja dieses Jahr versuche Tomaten und Gurken gleichzeitig im Gewächshaus zu ziehen, hoffe ich sehr, damit den Krankheiten und Schädlingen gegenwirken zu können.

Kopfdüngung heisst diese Form von Düngung mit Kräuterjauche übrigens, weil die Pflanze bereits einen „Kopf“ bzw. Körper hat. Im Gegensatz dazu versteht man die Grunddüngung, bei der man den Boden vor dem Säen und Pflanzen mit Dünger aufbereitet. Wenn man also das Wort „Kopfdüngung“ liest, dann bitte trotzdem nicht über die Pflanze kippen, sonder wie gehabt den Boden, oder wie bei den Tomaten in das mit eingegrabene Becherchen, giessen.

Aus dem Gemüsegarten möchte ich euch diese Woche gerne mein „2/3 Milpa-Beet“ zeigen. Im Milpa-oder Indianer-Beet wird Zuckermais mit Bohnen und Kürbis zusammen gepflanzt. Der Zuckermais dient den Bohnen als Stütze, die widerum den Boden mit Stickstoff versorgen und der Kürbis beschattet den Boden. Ich nenne es 2/3-Beet, da ich im ersten Jahr vorerst den Kürbis weggelassen hab und den Boden mit Grasschnitt mulche. Als Bohnen habe ich Stangenbohnen gewählt und bin schon sehr gespannt, ob die „beiden Schwestern“ sich gemeinsam gut entwickeln werden. In Südamerika wird diese spezielle Mischkultur „die drei Schwestern“ genannt.

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Natürlich könnte ich euch noch hunderte Fotos von all meinen Garten-Lieblingen zeigen – aber man muss es ja nicht übertreiben :-). Zum Abschluss gibt es noch einen Blick auf den „Kartoffelwald“ und den ersten frischen Knoblauch. So früh geerntet ist er wunderbar mild und man kann ihn samt dem Stiel in die Suppe schneiden – einfach nur herrlich!

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Meine To-Do Liste für nächste Woche:

  • restlichen Pflänzchen in den Garten verteilen, ich hab noch Rosenkohl, Butterkohl u.ä. die warten…
  • ein paar Reihen Ringelblumen säen
  • der Kompostplatz müsste wieder mal „aufgeräumt“ werden…
  • und natürlich jäten, jäten, jäten…

Ich wünsche euch allen eine tolle Gartenwoche!

Verlinkt bei Sonntagsfreuden und Montagsfreuden

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6 thoughts on “Der Regen!”

  1. Ja wir sind vom grossen Regen auch verschont worden. Gerade genug, für den Garten.
    Das tönt ja sehr interessant mit den 2/3 Beet, da werde ich dranbleiben. Brennsesseljauche setzten wir immer zusammen mit Beinwell an.
    L G Pia

  2. Hallo Birgit. Zu beneiden der Wachstumsschub in deinem Garten. Ich konnte bisher noch nicht einmal die Buschbohnen aussäen, weil es ständig zu nass war:-( Der Rest gedeiht auch erst sehr zaghaft. Zuckermais ist aber auch bei uns ein absolutes Muss. Letztes Jahr habe ich ihn zusammen mit Gurken gepflanzt, was sich auch sehr gut ergänzen hätte sollen. Ich war aber letztendlich nicht so überzeugt vom Ergebnis.
    Liebe Grüße
    Manuela

    1. Hallo Ella!

      Ja, hier war es eigentlich auch zu feucht, aber zum Glück hatte ich beschlossen die meisten Bohnen dieses Jahr in Quickpots vorzuziehen, was super geklappt hat. Bin auch schon sehr gespannt auf mein Milpa-Beet. Habe heute noch eine Hokkaido Kürbisjungpflanze geschenkt bekommen und mit dazu gesetzt :-).

      Glg,
      Birgit

  3. Hey Süsse!

    Also bei dir lerne ich echt jedesmal was! Toll, wie sich dein Garten entwickelt!
    Meine Bohnen sind die reinste Katastrophe, du lachst dich tot, wenn du das Gestrüpp siehst! Viel zu früh vorgezogen, dann abgefroren und die, die ich ausgesät habe, von Schnecken vernichtet! Aber dafür bin ich mit den Tomaten echt zufrieden!

    Glg, Daxi

    1. Hallo Daxi,

      Ich dank dir. Find ich super, wenns auch was bringt :-). Hauptsache du hast Freude an deinem Garten und dass nicht immer alles gelingt, gehört leider einfach dazu. Meist ist es dann dur leider zu spät um es im gleichen Jahr nochmals zu säen, aber z.B. Buschbohnen müssten noch gehen.

      GLG
      Birgit

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