Bau dir dein Gewächshaus – Teil 1

Zeitig im Frühjahr ist nicht nur die ideale Zeit für das Ordnen von Saatgut, die Beetplanung und die Aussaat. Man kann sich dazu auch größeren Projekten widmen, wie zum Beispiel der Planung eines Gewächshauses. Dieses sollte dann im Idealfall bis zu den Eisheiligen fertig sein, um den perfekten Platz für wärmeliebende Tomaten, Paprika und/oder Gurken zu schaffen. Ich hoffe euch gefällt meine dreiteilige Serie „Bau dir dein Gewächshaus“ und der eine oder andere praktische Tipp ist für euch dabei!

Ein eigenes Gewächshaus – das ist der Traum vieler Hobby-Gärtner. Denn so ein Gewächshaus hat viele schöne Vorteile. Unter anderem sorgt es für ideale mediterrane Tomaten-Temperaturen im Sommer, hält dabei den Regen ab,d die Schnecken fern und man kann sich darin vom zeitigen Frühjahr bis weit in den Herbst wunderbar um seine Pflänzchen kümmern. Die Fläche ist überschaubar, schnell gejätet und dennoch – vor allem aufgrund der idealen Wachstumsbedingungen – sehr produktiv.

Über ein Jahr lang hatte ich davon geträumt und dann kamen einige glückliche Zufälle zusammen, so dass ich seit 2016 glückliche Besitzerin dieses großartigen Gewächshauses bin.

Bau dir dein Gewächshaus - Tipps & Tricks zur Planung eines kleinen Gewächshauses | Selbermachen macht glücklich: DIY, Biogarten, Bionähen #DIY #garten #gewächshaus #bio

Welche Tipps & Tricks mir bei der Planung und Vorbereitung besonders geholfen haben, möchte ich euch nun gerne in dieser Mini-Serie erzählen. Den Beginn macht die richtige Standort-Auswahl, die bei mir viel Zeit und Überlegungen in Anspruch genommen hat.

Der richtige Standort

Da man ein Gewächshaus nicht mal „schnell umstellen“ kann, ist es entscheidend sich vorab Gedanken über den richtigen Standort zu machen. Licht ist der Motor eines Gewächshauses. Daher kann man häufig den lichtreichsten Standort im Garten als den Besten ansehen. Dennoch spielen auch andere Faktoren eine wichtige und manchmal auch entscheindende Rolle.

Denn auch die sonnenreichste Stelle sollte nicht ungeschützt sein. So sind freie Gelände, über die ständig der Wind bläst und auch Hanglagen, ungeeignet für Gewächshäuser. Als Windschutz kann man z.B. Hecken, Mauern und Zäune verwenden, die im Idealfall nicht zu viel Schatten bringen sollten.

Bei größeren freistehenden Gewächshäusern spielt auch die Ausrichtung zur Sonne eine große Rolle. Dabei ist generell die Ost-West-Richtung optimal. Bei kleineren Gewächhäusern muss die Himmelsrichtung meist jedoch nicht beachtet werden.

Anhand dieser Kriterien habe ich mehrfach unser vorhandenes Grundstück tagsüber abgeschritten und abends im Kopf analysiert. Denn einen optimalen Standort, der alle Voraussetzungen erfüllt, hatten wir nicht zur Verfügung. Und so kam ein weiterer wichtiger Punkt in die Waagschale, der so einige andere Kriterien überstimmte.

Das Gewächshaus sollte sich so harmonisch wie möglich in unseren Garten einfügen, sowie schnell und einfach zugänglich sein. Wir wollten es weder irgendwo „in der Gegend“ stehen haben, noch ist es praktikabel, wenn man lange Wege zum häufigen Lüften, Gießen und „schnell-mal-eine-Tomate-holen“ zurücklegen muss. Dazu ist es von Vorteil, wenn man direkte Wasser- und Stromleitungen ins Gewächshaus verlegen kann – und wir hatten beides bereits nahe an unserem Haus für Bewässerungssteckdosen und Außenbeleuchtungen im Garten verlegt.

Somit fiel die Entscheidung das Gewächshaus nahe an unser Haus zu bauen – nicht ganz optimal zur Sonne ausgerichtet, jedoch windgeschützt, leicht zugänglich, sowie mit Wasser und Stom versorgt. Nach der ersten Sommererfahrungen bin ich auch froh, dass es nicht den ganzen Tag über der direkten Sonne ausgesetzt ist, da ich es an heißen Tagen ansonsten auf jeden Fall beschatten müsste.

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Nächsten Samstag gibt es den zweiten Teil vom Gewächshaus-Projekt, ich hoffe ihr besucht mich dann wieder hier im Blog!

Liebe Gartengrüße,
Birgit

Verlinkt bei Samstagsplausch und einfachnachhaltigbesserleben.

 

12 thoughts on “Bau dir dein Gewächshaus – Teil 1”

  1. Hallo Birgit!

    Ein Gewächshaus hätte ich auch gerne. Aber leider keinen Platz. Im Grunde nicht einmal für einen Garten.

    Letzten Herbst habe ich endlich ein Hochbeet aufgestellt und starte einmal klein.

    Viel Freude mit dem neuen Schatz!

    lg
    Maria

    1. Hallo Janine! Ich habe mich für ein Gewächshaus von der Firma Beckman entschieden: https://www.beckmann-kg.de Dort findest du verschiedenste Typen – je nach Geschmack und Budget. Meines ist ca. 12 qm groß und hat 16 mm Stegplatten. Wenn man das Gewächshaus nur im Sommer nutzt reichen jedoch auf jeden Fall auch 8 mm Stegplatten. Ansonsten bin ich mit der gewählten Größe und der Qualität sehr zufrieden. Mehr dazu gibt es dann auch noch in den kommenden Teilen meiner Serie. Glg, Birgit

  2. Liebe Birgit,
    Ein bisschen neidisch bin ich jetzt schon :-) Ein Gewächshaus ist auf jeden Fall auch ein Traum von mir, aber noch mindestens 2 Jahre lang nicht in Aussicht! Aber träumen darf man doch, oder?
    Viele Grüße, Izabella

  3. Wir haben unser Gewächshaus schon viele Jahre und gute Ergebnisse damit erzielt, hauptsächlich mit Gurken und Tomaten bis weit in den Herbst hinein.
    Jetzt haben wir aber das Problem, das der letzte Sturm das Gesetz zerlegt hat. Gesundheitliche Probleme (Mann mit schwerer Arthrose und ich seit vorigem Jahr Herzkrank mit OP) hindern uns am Wiederaufbau.

  4. Hallo Birgit,

    ah, herzlichen Glückwunsch im Nachhinein zum Gewächshaus! :)

    Ich werde dieses Jahr ebenfalls zum ersten Mal eines haben und bei uns war es ähnlich wie bei dir – der Standort wird am Ende ein Kompromiss aus verschiedenen Faktoren sein. Es ist nicht der aller-allersonnigste Platz, da sich dahinter eine Mauer befindet und daneben das Gartenhäuschen vom Nachbarn, aber dafür ohne Gefälle, windgeschützt und nicht mitten im Garten (da erhob der Mann Einspruch *g*).

    Liebe Grüße
    Anne

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