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Back to the 80s mit „A Terrace in Memphis“

Wisst ihr was das tolle am Nähen ist? Man ist so unglaublich flexibel! Die Große braucht für die Theateraufführung am nächsten Tag spontan ein Kleid? Kein Problem! Die Temperatur sinkt plötzlich in den Keller? Na, so ein Pulli ist zum Glück schnell genäht.

Nur das Bloggen hält häufig mit dem Nähtempo nicht mit. So ist es auch diesem Sommer-Hoodie aus dem neuen Bio-Sommersweat „A Terrace in Memphis“ vom Belgischen Label Chat Chocolat (affiliate link) ergangen. Immer wieder wurde er in die „Warteschleife“ geschoben, weil sich andere Projekte einfach schamlos vorgedrängelt haben.

Back to the 80s mit "A Terrace in Memphis" von Chat Chocolat | Selbermachen macht glücklich - DIY, Nähen, Biogarten

Vielleicht lag es auch daran, dass ich nicht so recht wusste, was ich schreiben soll. Das Schnittmuster Lynn von Pattydoo ist eines meiner Favoriten und wurde dementsprechend schon mehrfach von mir „beschrieben“. Der Sommersweat ist neu, aber über die Kunstbewegung in Memphis – die dieses grafische Muster unsprünglich inspiriert hat – weiß ich einfach zu wenig, um darüber einen ganzen Beitrag zu schreiben.

Denn ich hab mir vorgenommen, ein bisschen gesprächiger zu werden. Der „sachlich-beschreibende“ Schreibstil (böse Zungen würden „langweilig“ sagen) soll zumindest probehalber einem etwas „persönlicheren“ Platz machen (mal sehen, wie ich damit zurechtkomme). Und ihr könnt ja immer noch alternativ nur kurz die Fotos überfliegen, oder gleich zu der einen oder anderen Verlosung nach unten zu scrollen. Damit habe ich überhaupt kein Problem!

Ist ja auch nicht so leicht, das passenden Mittelmaß zu finden. Zu viel möchte man nicht über sich schreiben. Nicht weil einem die Privatsphäre über allem steht, sondern weil man seinen Bildschirm-Nachbarn nicht einschläfern möchte. Aber zu wenig eben auch nicht. Der gekonnte Spagat ist gefragt!

Der geschätze Leser soll einerseits alles wichtige zum Nähprojekt erfahren, ohne jedoch lediglich das eintausend-und-einste Superlativ-Adjektiv vorgesetzt zu bekommen. Wie viele Varianten zu „schön“ gibt es eigentlich? Wäre mal interessant danach zu googeln.

Natürlich nehme ich mich damit selbst am allermeisten ins Visier. Man muss sich – und in dem Fall vor allem den eigenen Schreibsteil – von Zeit zu Zeit hinterfragen. Und wenn die Schreibblockade zuschlägt, dann gibt es ja zum Glück immer noch die Fotos, um mit einem „heute lasse ich die Bilder ohner vieler Worte sprechen“ gekonnt davon abzulenken!

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Womit wir endlich beim eigentlichen Thema angelangt wären – der Hoodie aus dem besagten Bio-Sommersweat. Das Muster erinnert stark an die 80iger Jahre (nur mit leuchtenderen Farben) und ich musste dabei schmunzeln, da man sich im Leben häufig zweimal trifft.

Eigentlich müsste man seine Kleider nur lange genug aufbewaren, um sie dann – supertrendy – zum perfekten Zeitpunkt wieder hervorzukramen. Das wäre echt mal ein Statement gegen den „Fast-Fashion-Wahnsinn“. Nur in der Praxis klappt das meist nicht so ganz!

Schon spannend, wie schnell sich der Geschmack verändert. Bei Liedern schafft man es in kürzester Zeit sich sattzuhören. Und auch Kleidung, die einem im letzten Jahr noch so richtig gut gefallen hat, kann man plötzlich im nächsten nicht mehr an sich sehen.

OK, samtige Cordschlaghosen und Sakkos mit gepolsterten Schultern dürfen von mir aus gerne – ohne jegliches Revival – in den ewigen Erinnerungen der Familienalben verbleiben. Aber warum passiert es, dass sogar bei „normaler“ Kleidung schon in kürzester Zeit dieser Effekt eintrifft?

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Da ich persönlich keine Schrankleichen im Kleider-Keller haben möchte, ist als natürliche Folgeerscheinung zu meiner Nähleidenschaft, mein Shop entstanden. In Form eines kleinen Verkaufstandes in der Viva-Einkaufspassage in Neubrunn und in Form einiger ausgewählter Produkte (übersetzt: von denen ich passende Fotos hatte) auf Dawanda.

Denn wenn man für sich näht, läuft es in der Praxis ein bisschen anders ab, als beim Shoppen. Man hat nicht die Möglichkeit mal schnell Anzuprobieren, um es dann mit einem kurzen Schulterblick (hoffentlich hat mich keiner darin gesehen) unauffällig wieder auf den Bügel zu hängen. Das Aha-Erlebnis erscheint meist erst nach vollbrachter Tat – und kann oft sehr überraschend ausfallen. Sowohl im negativen, als auch positiven.

Dennoch hat jedes meiner Nähprojekte eine Daseins-Bereichtigung verdient. Allein schon die Biostoffe, die dafür angebaut und verarbeitet wurden, haben es sich verdient. Oft landen auch Kleidungsstücke, die mir sehr gut an mir gefallen, die ich aber aufgrund von Mehrfachvarianten (wieviele Kleider braucht frau) nicht behalten möchte, im Shop.

Und wenn jemand an einem meiner Kleidungsstücke Freude findet, dann unterstützt er damit nicht nur mich (und meine Blogarbeit), sondern hat einem nachhaltig produzierten Kleidungsstück Vorrang gegeben.

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Warum schreibe ich darüber?

Weil ich gefragt worden bin, was denn an all den vielen Kleidungsstücken, die ich nähe und im Blog zeige, bitteschön nachhaltig sein soll. Die Produktion und Verarbeitung ist durch und durch nachhaltig. Und wenn mein Blog zudem auch zum Kauf von zertifizierten Biostoffen inspiriert, dann hat es sich gleich doppelt gelohnt.

Heute hab ich mal ausnahmsweise keine Verlosung für euch (wobei, stimmt nicht ganz – es läuft ja noch die 50 Euro Stoffgutschein-Gewinnchance in meiner Biolinkparty) – aber ich freue mich trotzdem sehr über eure Gedanken und Kommentare zum Thema Nachhaltigkeit.

Alles Liebe,
Birgit

P.S. Dieser lässige Sommer-Hoodie hat übrigens sogleich eine neue glückliche Besitzerin gefunden. Was mich sehr zum Weiternähen motiviert. Denn wie cool ist dass denn, wenn andere Leute deine selbstgemachte Kleidung tragen (die nicht zur Familie gehören und es nur anziehen, wenn du zu Besuch bist)!

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Alle Infos zum Nähprojekt:

Schnittmuster:

Materialien:

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Verlinkt bei Dienstagsdinge, Creadienstag, HoT, Create in Austria, Ich näh bio und natürlich bei meiner monatlichen Biostoff-Linkparty – dort könnt ihr im Monat Juni sogar einen 50 Euro Gutschein von versandstoff.de gewinnen!

6 thoughts on “Werbung
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  1. Hallo Birgit,
    Der Pulli ist aber auch echt toll geworden. Mir gefällt das Detail mit der Paspel an der Kapuze besonders. Das harmoniert so schön mit den anderen Farben im Stoff. :)

    Liebe Grüße,
    Sarah

  2. Der Pulli ist toll geworden, ich hätte ihn Dir auch abgenommen. Und ja, es gibt nichts Cooleres, als wenn andere stolz und glücklich in Deinen genähten Sachen umherlaufen, das ist noch toller als Komplimente für die eigenen Sachen zu erhalten.

    Bin gespannt, was wir demnächst so von Dir zu lesen bekommen, besuche Dich immer gern auf dem Blog.

  3. Liebe Birgit,
    ja, bitte! Ich lese sehr gerne und da ich Deinen Blog erst seit Kurzem kenne, habe ich noch viel zum Stöbern :-)
    Photos, gerade so schöne Blog-Photos (ja ich mag die alte PH- Schreibweise :-)) gucke ich unheimlich gerne, aber den Text möchte ich nicht missen. Also gib uns bitte, solange Du Freude daran hast, mehr davon!
    Der Pulli gefällt mir sehr, er sieht so frisch aus, obwohl es ehrlich gesagt so gar nicht meine Farben sind, bin ich gerade versucht, den Stoff zu bestellen… :-)
    Aber vielleicht sollte ich es lassen, denn letztendlich bleibe ich meinen Farben wahrscheinlich treu, und das genähte Stück müsste dann auch einen neuen Besitzer finden. Aber er sieht zusammen mit Dir spitze aus!
    LG, Yvette

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